Titelaufnahme

Titel
Neue Erkenntnisse zu ethnomedizinisch verwendeten Crassulaceae: Sempervivum, Sedum und Rhodiola spp. / vorgelegt von Eva Steinwidder
Verfasser/ VerfasserinSteinwidder, Eva
Begutachter / BegutachterinBucar Franz
Erschienen2013
UmfangVI, A - O Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Dickblattgewächse / Heilpflanzen / Dickblattgewächse / Heilpflanzen / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-51101 Persistent Identifier (URN)
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Neue Erkenntnisse zu ethnomedizinisch verwendeten Crassulaceae: Sempervivum, Sedum und Rhodiola spp. [3.91 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ethnomedizinisch verwendete Pflanzen hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe und Wirkung wissenschaftlich zu untersuchen, ist eine von mehreren Strategien der Arzneistoffforschung. In dieser Arbeit wird die ethnomedizinische Anwendung einiger Pflanzen der Gattungen Sempervivum, Sedum und Rhodiola aus der Familie der Crassulaceae wissenschaftlich beleuchtet. Ziel dieser Arbeit war es also die momentane wissenschaftliche Datenlage zu den genannten Pflanzengattungen zu eruieren und abschließend die Plausibilität der ethnomedizinischen Anwendungen zu beurteilen.Von Rhodiola rosea L. gibt es bereits einige klinische Studien, Review-Artikel und auch als traditionelle pflanzliche Arzneimittel registrierte Präparate zur Behandlung von Stresssymptomen, wie Abgeschlagenheit und Müdigkeit, auf dem Markt. Als wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe werden die Phenylpropanoide Rosin, Rosarin und Rosavin und das Phenylethanoid Salidrosid angenommen. Zur Wirkung von Sempervivum tectorum L., Sedum telephium L., Sedum dendroidum Moc & Sessé und Sedum sarmentosum Bunge hingegen gibt es noch keine klinischen Studien, sondern nur erste in vitro- und in vivo-Studien, die lediglich als Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit zu werten sind. Sedum sarmentosum Bunge soll hepatoprotektiv wirksam sein, während den anderen drei Pflanzen vor allem antioxidative, wundheilungsfördernde, membranstabilisierende und antinozizeptive Wirkungen zugeschrieben werden. Sedum acre L. wiederum erscheint, obwohl ethnomedizinisch und in der Homöopathie verwendet, als therapeutisch wenig wirksam und sogar leicht toxisch.

Zusammenfassung (Englisch)

One effective way of developing new medicines is to investigate plants in a scientific way that earlier just have been used in traditional medicine. This work examines the therapeutic usefulness of some plants of the genera Sempervivum, Sedum and Rhodiola which all belong to the family of Crassulaceae. The aim of this work was to evaluate the current scientific data concerning the named genera and to finally judge whether the ethnomicinal use of this plants is supported by profound experimental data.There are a number of clinical studies, reviews and also some preparations made of extracts of the roots of Rhodiola rosea L. available. These products are used to treat stress symptoms as tiredness and fatigue. The compounds that are thought to be responsible for the effectiveness of Rhodiola rosea are the phenylpropanoids rosin, rosarin and rosavin and the phenylethanoid salidroside. As far as the effects of Sempervivum tectorum L., Sedum telephium L., Sedum dendroidum Moc & Sessé and Sedum sarmentosum Bunge are concerned there have not been conducted any clinical studies yet. Though, in vitro- and in vivo-studies gave some hints for the effectiveness of these plants. Sedum sarmentosum Bunge is thought to be active against liver inflammations, whereas the other mentioned plants should act as anti-oxidative, wound-healing, membrane-stabilising and analgesic agents. However, Sedum acre L. appears to be therapeutically inefficient and even toxic, although it has been used in folk medicine and homeopathy for years.