Titelaufnahme

Titel
Flashmobs: Die Kunst Grenzen zu überschreiten / vorgelegt von Christine Mader
Verfasser/ VerfasserinMader, Christine
Begutachter / BegutachterinRolshoven Johanna
Erschienen2013
Umfang136 S. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Flashmob / Flashmob / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-51092 Persistent Identifier (URN)
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Flashmobs: Die Kunst Grenzen zu überschreiten [7.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit, mit dem Titel ?Flashmobs: die Kunst, Grenzen zu überschreiten?, gibt einen Einblick in das vielschichtige, aber wenig erforschte Thema Flashmobs. Im Zentrum stehen dabei die Flashmobs der Flashmob Community in Graz. Verkürzt kann das Phänomen als außergewöhnliche, öffentliche Aufführung beschrieben werden, deren TeilnehmerInnen einander größtenteils nicht kennen. Ein Flashmob dauert einige Minuten und wird auf eigenen Seiten im Internet angekündigt. Für die ZuschauerInnen scheint er wie aus dem Nichts zu entstehen und sich ebenso schlagartig wieder aufzulösen. Jeder Flashmob wird mit Videos bzw. Fotos dokumentiert.Immer wieder wird das Phänomen in Graz als Spaßaktion und sinnloses Tun verharmlost. In dieser Arbeit wird ein Blick hinter derartige Zuschreibungen geworfen, die Forschungsfrage lautet: Wie gelingt es den FlashmoberInnen konsequenzlos gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten? Im Einführungsteil werden Forschungsstand, Zielsetzung und Methoden der Arbeit diskutiert und grundlegendes Wissen über das Phänomen vermittelt: Etymologie, Beschreibung des Flashmobs, Definition, weitere Mobformen, Geschichte und kunsthistorische Einbettung. Im folgenden Analyseteil werden die mittels empirischer und theoretischer Methoden gewonnenen Erkenntnisse dargestellt: Anhand der Schlüsselbegriffe ?Alltag und Erlebnis?, ?Performativität, Performanz, Inszenierung? und ?Internet? wird veranschaulicht, wie gut sich der Flashmob in unsere gegenwärtige Gesellschaft einfügt. Gezeigt wird aber auch, dass und wie bei einem Flashmob öffentlich geltende Verhaltensnormen gebrochen werden. Das Phänomen steht somit in einem Spannungsverhältnis zwischen Anpassung bzw. Konformität und Außergewöhnlichkeit bzw. Non-Konformität. Ersteres, sowie dessen Ruf, spaßorientiert zu sein, schützen die TeilnehmerInnen vor Sanktionen. Letzteres verleiht dem Phänomen seinen besonderen Reiz. So kann uns der Flashmob mustergültig die Kunst vor Augen führen, Grenzen zu überschreiten.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis entitled ?the art of crossing borders? shows the complex but little researched phenomenon of flash mobs, with a closer focus on those of the Flashmob Community Graz. In short, a flash mob can be described as an extraordinary public performance where in general, its participants are unknown to each other. A typical flash mob lasts a few minutes and is organized via some sort of online or social network service. For the spectators it seems to start out of the blue and end as sudden as it started. In reality, however, each flash mob is planned ahead and recorded with videos and photos. The phenomenon itself is widely regarded as being nonsense and ?just for fun?. This thesis' aim to scrutinize these characterizations. In particular, the research question is: how do flash mob participants manage to cross social borders? The current state of research as well as the goals and methods of the thesis are discussed in the introduction and a quick characterization of the flash mob is given: Details about the etymology, the description of the phenomenon, its definition, other types of mobs, as well as the history and the context of the art history. In the subsequent analytic part, empirical and theoretical methods are employed in order to investigate, with the help of the key terms ?everyday life and experience?, ?performativity, performance, production? and ?internet?, how the flash mob integrates into our current society. It is shown to what extent public norms of society are broken with a flash mob. The phenomenon represents a balancing act between adaption or compliance and abnormality or non-compliance. The former, as well as its reputation to focus on fun, protect the participants from sanctions. The latter adds zest to the phenomenon. The flash mob clearly shows the art of crossing borders.