Titelaufnahme

Titel
Slowenische Gefängnisliteratur von 1945 bis 1960 / vorgelegt von Julia Schuster
Verfasser/ VerfasserinSchuster, Julia
Begutachter / BegutachterinLeben, Andreas
Erschienen2013
UmfangVII, 116 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Slowenisch / Gefangenenliteratur / Geschichte 1945-1960 / Slowenisch / Gefangenenliteratur / Geschichte 1945-1960 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-51077 Persistent Identifier (URN)
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Slowenische Gefängnisliteratur von 1945 bis 1960 [1.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit gibt anhand dreier slowenischer Werke einen Überblick über die slowenische Gefängnisliteratur von 1945 bis 1960. Bei den ausgewählten Werken, die im analytischen Teil der Arbeit näher betrachtet werden sollen, handelt es sich um Branko Hofmans No? do jutra, Vitomil Zupans Levitan und Igor Torkars Umiranje na obroke. Zu Beginn dieser Arbeit werden literarische Begriffe, die für den Analyseteil der Arbeit von Bedeutung sind, erläutert. Das Genre Gefängnisliteratur, das in der Literaturwissenschaft lange Zeit außen vor gelassen wurde, wird auf der Basis von Sigrid Weigels Theorie näher erklärt. Die Unterscheidung von Autobiographie, Biographie und anderen autobiographischen Formen, die eine bedeutende Rolle bei der Analyse der drei Werke spielt, basiert auf Philipp Lejeunes Der autobiographische Pakt. Da die slowenische Gefängnisliteratur von 1945 bis 1960 thematisch den Bruch zwischen Jugoslawien und der Sowjetunion und den damit verbundenen Folgen (Dachauer Prozesse, Goli otok-Thematik) umfasst, widmet sich das darauffolgende Kapitel dem geschichtlichen Hintergrund der Nachkriegszeit. Nach einem kurzen Überblick über den kulturellen-literarischen Hintergrund dieser Zeit und einer kurzen biographischen Zusammenfassung der Autoren aus dem Korpus der slowenischen Gefängnisliteratur, findet eine Analyse der drei Werke statt. Nach einer kurzen Inhaltsangabe des jeweiligen Werkes werden die unterschiedliche Darstellung der Goli otok-Thematik sowie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Hauptprotagonisten analysiert. Den bedeutendsten Teil der Analyse nimmt die Zuordnung der Werke zu einer Gattung ein, die in keinem Fall eindeutig war, da die Texte einerseits fiktive, andererseits autobiographische Züge aufweisen. Genau dieses Zusammenspiel von dokumentarischen, autobiographischen, biographischen und fiktiven Elementen ist es, was das Genre der Gefängnisliteratur auszeichnet.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis gives an overview of Slovene prison literature between 1945 and 1960 on the basis of three Slovene novels. The in detail analyzed books are the following: No? do jutra by Branko Hofman, Levitan by Vitomil Zupan and Umiranje na obroke by Igor Torkar. At the beginning of this thesis, the literary terms, which are very important for the analysis section, are defined. The genre of prison literature has been ignored for a long time and is described on the basis of Sigrid Weigels? theory. Another aspect that plays a main role when analyzing the above mentioned books is for instance the difference between autobiography, biography and other autobiographical forms which are based on Philipp Lejeunes? Der autographische Pakt. Due to the fact that Slovene prison literature in this period addresses issues such as the problems between Yugoslavia and the Soviet Union as well as the therewith connected consequences like the so-called "Dachauer Prozesse" or the "Goliotok-theme". A brief overview of the historical background of the post-war area is included as well. At this point, the most famous penal camps, namely Goliotok, Sveti Grgur and Bile?a, are described. Subsequent to an outline of the cultural-literary background of this time and a short biographical summary of the Slovene prison authors, the focus lies on the analysis of the three books named above. Next, the various descriptions of the "Goliotok-theme" as well as the differences and similarities between the main characters will be in the centre of attention. The most significant part of the analysis is the classification of the novels to literary genres. Here, it is necessary to mention that it is quite difficult to categorize the correct genre because the narratives present fictional as well as autobiographical features. Accordingly, the interaction between documental, biographical and fictional elements is the main characteristic of the prison literature genre.