Titelaufnahme

Titel
Comi(c)sche Literaturadaptionen : textlinguistische Aspekte der 'graphic novel' am Beispiel der "Menschenfabrik" von Oscar Panizza / vorgelegt von Stephanie Godec
Verfasser/ VerfasserinGodec, Stephanie
Begutachter / BegutachterinVollmann Ralf
Erschienen2013
Umfang99 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Panizza, Oskar <Die Menschenfabrik> / Comicroman / Panizza, Oskar <Die Menschenfabrik> / Comicroman / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-50908 Persistent Identifier (URN)
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Comi(c)sche Literaturadaptionen [1.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Dies ist eine textlinguistische Analyse der Graphic Novel (GN) ?Die Menschenfabrik? von Michael Meier nach einer Erzählung von Oscar Panizza. Auf die kontextuelle historische Einordnung folgt die Darstellung früherer empirischer Arbeiten über Literaturadaptionen von Comics und GNs sowie über deren Aufbau und Strukturierung. Anschließend wird die GN hinsichtlich ihrer Leseschwierigkeit (SMOG-Test) und ihrer Erzählstrategie analysiert und mit Comics verglichen.Beim SMOG-Test zeigt sich, dass sich GNs hinsichtlich ihrer Lesbarkeit von Comics unterscheiden, da die GN aufgrund ihrer Abgeschlossenheit der Handlung, ihrer Komplexität des Wortschatzes und ihrer Textqualität einem literarischen Werk näher steht als ein Comic. Weiters wird festgestellt, dass die Quantität der Bilder und des Textes zueinander proportional sind, sodass gezeigt wird, dass sowohl Text als auch Bild zur Darstellung des Höhepunktes einer Geschichte annähernd gleich stark eingesetzt werden.Bei der Untersuchung der Mündlichkeit und Schriftlichkeit von GNs wird gezeigt, dass sich der Autor des Originals stark der ?literarisierten Mündlichkeit?, eine Annäherung an Mündlichkeit in erzählender Literatur durch Übernahme spezifischer Charakteristika des mündlichen Sprechaktes, bedient. Direkte Rede wird bereits im Original verschriftlicht, und bei der Untersuchung von Gesprächswörtern können abschließende Gliederungs-, Korrektur- und Turn-taking-Signale sowie Abtönungspartikel nicht gefunden werden, sodass keine authentische, sondern eine fingierte Sprechsituation vorliegt.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis is a text linguistic analysis of the graphic novel (GN) ?Die Menschenfabrik? by Michael Meier, based on a story by Oscar Panizza. First, a classification of graphic novels is made in the context of comic adaptations with reference to earlier studies on adaptations of literature in comic form and their historical background in general. Comics and literary adaptations have different levels of difficulty for readers. Therefore, the GN has been analyzed in comparison with comics regarding their reading difficulty after SMOG-test and its narrative strategy regarding the structure and the relationship between panel per page and text per page. The results of the SMOG-test show that the GN differs from comics in its readability, as the GN is closer to the original than a comic, because of its seclusion of the action, its complexity of vocabulary, and its text quality.Furthermore, it was found that the quantity of images and of text is almost proportional, thus, text and images are both used to represent the peak of a story and to increase suspense.In the examination of literacy and orality of GN, it could be determined that the author of the original strongly uses the "literary orality", an approach in narrative literature marked by incorporating specific characteristics of oral speech acts. In the original text, the author already uses direct speech, but after the study of conversational words, final structuring signals, correcting signals, turn-taking signals and modal particles could not be found. This means that there exists no authentic, but a fictitious speech situation.