Titelaufnahme

Titel
Assessing the second generation conditionality : minority rights as the component of EU conditionality policy for the Western Balkans / Antonija Petričušić
Verfasser/ VerfasserinPetričušić, Antonija
Begutachter / BegutachterinMarko Josef ; Bieber David Florian
Erschienen2013
UmfangVIII, 251 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung engl. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Balkanhalbinsel <West> / Minderheitenrecht / Balkanhalbinsel <West> / Minderheitenrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-50887 Persistent Identifier (URN)
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Assessing the second generation conditionality [2.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Doktorarbeit erforschte die ?pre-accession diversity conditionality?, die eine weitestgehende Integration nationaler Minderheiten in jenen Staaten des westlichen Balkan fordert, die derzeit eine Mitgliedschaft in der EU anstreben. Die ?first generation conditionality?, also die erste Stufe von Bedingungen und Auflagen im Bereich der Minderheitenrechte forderte Respekt und Schutz gegenüber Angehörigen von Minderheiten und richtete sich gegen die Staaten Mittel- und Osteuropas. Im Unterschied zur ersten Stufe, die primär normative und institutionelle Regelungen zur Eingliederung der nationalen Minderheiten einforderte, beinhaltet die zweite Stufe nunmehr neue Bedingungen im Zusammenhang mit Fragen der Flüchtlingsrückkehr, der strafrechtlichen Verfolgung von Kriegsverbrechen und der inter-ethnischen Versöhnung nach den Konflikten auf dem Balkan. Die Einführung solch ?maßgeschneiderter? Anforderungen mag seine Erklärung darin finden, dass die EU die Gräueltaten der Kriege und Konflikte thematisieren wollte, welche die Region in den 1990er Jahren erlitt. Die zweite Stufe von Anforderungen bemüht sich um die Stabilisierung der Region durch die Förderung einer demokratischen politischen Kultur, die die Demokratie insgesamt stärken soll. Die vorliegende Forschungsarbeit hat mehrere miteinander verbundene Zielsetzungen: Beschreibung der Relevanz politischer Kultur für die demokratische Konsolidierung; Anerkennung der EU als den maßgeblichen Akteur politischer Sozialisierung; Veranschaulichung der noch bestehenden Unzulänglichkeiten bei der Entwicklung der politischen Kultur angesichts der schon zwei Jahrzehnte andauernden Postkonflikt- und Postautoritären Transition; und Darlegung von Schlussfolgerungen zur Frage, ob ?maßgeschneiderte? Anforderungen soziokulturelle Änderungen bewirken können, die das Maß an zwischenmenschlichem Vertrauen zwischen den Bevölkerungsgruppen derjenigen Länder, die immer noch entlang interethnischer Bruchlinien zerrissen sind, heben.

Zusammenfassung (Englisch)

This dissertation researched the pre-accession diversity conditionality that requires broadest integration of national minorities in several of the Western Balkans countries currently aspiring to attain membership in the European Union. The first generation minority conditionality required ?respect for and protection of persons belonging to minorities? and was applied towards the Central and Eastern European (CEE) countries. In comparison to the first generation minority conditionality, which primarily required normative and institutional mechanisms for accommodation of national minorities, the second generation conditionality contains novel elements related to refugee return, prosecution of war crimes and post-conflict inter-ethnic reconciliation. The introduction of such tailor-made diversity conditionality might be explained by the Union?s goal to address the atrocities of the violent wars and conflicts that hit the region in 1990s. The second generation conditionality is attempting to stabilise the region by developing a democratic political culture and consequently contributing to the quality of democracy in the region. The research work has several interrelated objectives: to describe the relevance of the political culture for democratic consolidation; to position the EU as the political socialization agent since, trough the Stabilization and Association process the EU is producing a change of political culture in the Western Balkans countries aspiring to the EU membership; to illustrate remaining inadequacies in the development of the democratic political culture in spite of two decades of the Western Balkans post-conflict and post-authoritarian transition; and to provide conclusions if a tailor-made diversity conditionality for the Western Balkans is able to produce sociocultural changes that will increase the level of interpersonal trust among the populations of the countries that are still torn along inter-ethnic cleavages.