Titelaufnahme

Titel
Das verborgene Denkmal : unterirdische Denkmäler in der Gegenwartskunst / vorgelegt von Marija Basic
Verfasser/ VerfasserinBasic, Marija
Begutachter / BegutachterinEberlein Johann Konrad
Erschienen2013
Umfang89 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Deutschland / Denkmal / Unsichtbarkeit / Geschichte 1980-2000 / Deutschland / Denkmal / Unsichtbarkeit / Geschichte 1980-2000 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-50835 Persistent Identifier (URN)
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Das verborgene Denkmal [2.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit stellt Denkmäler der Gegenwartskunst zusammen, die partiell oder zur Gänze unsichtbar sind. Diese Denkmäler, die vorrangig in Deutschland seit den 1980er Jahren errichtet wurden, führen die auf Monumentalität angelegte klassische Denkmaltradition ad absurdum. Als Gegendenkmale thematisieren sie zumeist ein negatives Erinnern. Die traditionelle Form des Gedenkens, die spätestens seit dem 19. Jahrhundert vorrangig an die Glorifizierung von Person und Nation gebunden war, war in Deutschland nach dem nationalsozialistischen Regime, nach Krieg und Holocaust, unmöglich geworden. Nachdem sich das politische Klima in den 1970er Jahren verändert hatte, entwickelte sich nach und nach ein Bedürfnis nach Aufarbeitung und öffentlicher Diskussion der deutschen Vergangenheit. Die Arbeit geht der Frage nach, ob die dem Blick verborgenen Denkmäler neben ihrer Visualisierung von Verdrängung und Vergessen (durch die Unsichtbarkeit) auch ihr Ziel, nämlich die Erinnern und Aufarbeitung, erreichen. Die Arbeit skizziert die Tradition des Denkmalbegriffs und die ersten unsichtbaren Werke aus dem Bereich des Totengedenkens sowie erste unterirdische Denkmalkonzepte. Anschließend werden die in Deutschland als Mahnmale vor Faschismus, Holocaust und Krieg konzipierten Denkmäler in chronologischer Reihenfolge vorgestellt sowie ihre Intention und Wirkung. Abschließend werden noch zwei Denkmäler besprochen, die mit der Unsichtbarkeit arbeiten, diese aber nicht für den Mahnmalgedanken nutzen, sondern damit eine Zone gedanklicher Freiheit schaffen. In der Analyse der einzelnen Denkmäler wird deutlich, dass alle diese Arbeiten intensive Prozesse in der Bevölkerung ausgelöst haben und dass dabei der partizipative Ansatz essenziell war: Die Künstler haben ihre Intention, die Menschen ihrer Zeit zum Nachdenken anzuregen und eine Debatte auszulösen, erreicht.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis assembles monuments of contemporary art, which are partially or completely invisible. These monuments, which were mainly built in Germany since the 1980s, reduce the classic monuments which were based on monumentality to absurdity. As counter-monuments they mostly address a negative memory. The traditional form of remembrance, which was mainly linked to the glorification of person and nation since the 19th Century, became impossible after the Nazi regime, with its war and the Holocaust. After the political climate had changed in the 1970s, a need for accounting for the past and public discussions gradually developed in the German past. This thesis addresses the question, whether the hidden monuments, other than visualising the repression and oblivion (through invisibility), also reach their goal ? remembrance and accounting for the past.This paper outlines the traditional concept of the monument, and the first invisible works from the sector of commemoration of the dead, as well as first underground concepts. Subsequently the counter-monuments designed for fascism, Holocaust and war in Germany are presented in chronological order, as well as their intention and effect. Finally two monuments, which work with invisibility, not in the sense of a memorial, but by creating a zone of mental freedom, are discussed. Works of the following artists are presented in detail in the paper: Christian Boltanski, Mark Brest van Kampen, Walter De Maria, Jochen Gerz, Rudolf Herz, Horst Hoheisel, Margrit Kahl, Andreas Knitz, Reinhard Matz, Claes Oldenburg, Pablo Picasso, Esther Shalev-Gerz, Gerd Stange, Micha Ullman, Timm Ulrichs.The analysis of the individual monuments illustrates, that all named works have provoked intensive processes in the population and that the participatory approach as such was essential: the artists have reached their intention to trigger a debate and encourage the people of their time to reflect on the past events.