Titelaufnahme

Titel
"Und da dachte ich, vielleicht kannst Du das machen" : Kooperationsnetzwerke unter Dolmetschstudierenden bzw. Dolmetschstudierenden und Lehrenden aus Sicht der Studierenden / vorgelegt von: Jelena Milošević
Verfasser/ VerfasserinMilošević, Jelena
Begutachter / BegutachterinRisku Hanna
Erschienen2013
Umfang194 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Dolmetscher / Student / Beruflicher Kontakt / Kooperation / Universität / Dolmetscher / Student / Beruflicher Kontakt / Kooperation / Universität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-50779 Persistent Identifier (URN)
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"Und da dachte ich, vielleicht kannst Du das machen" [2.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Stellenwertes der Freelance-Tätigkeit von DolmetscherInnen und ihrer beruflichen Vernetzung mit KollegInnen wurde in der vorliegenden Arbeit untersucht, inwiefern Dolmetschstudierende noch während ihrer Ausbildungszeit berufliche Kooperationen mit Personen aus ihrem universitären Umfeld eingehen. Ausgehend von der Netzwerktheorie von László Barabási, der Agency Theory und der Actor-Network Theory wurde untersucht, ob Dolmetschstudierende Teil beruflicher Kooperationsnetzwerke sind, was für eine Struktur eventuelle Kooperationen aus Sicht der Studierenden aufweisen und welche Bedeutung sie für die Studierenden haben.Um die Sicht der Studierenden zu den untersuchten Kooperationen zu erfassen, wurden qualitative, teilstrukturierte Interviews mit acht Dolmetschstudierenden durchgeführt. Diese wurden zu den Auftragsvermittlungen, in denen sie selbst und Personen aus ihrem universitären Umfeld involviert waren, zu den Vermittlungsgründen und den Rollen der AkteurInnen in den Kooperationen befragt. Die Interviews wurden mithilfe der zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet.Die Analyse ergab, dass das universitäre Umfeld als Drehscheibe der Vermittlungen von Aufträgen angesehen werden kann. Nicht nur Lehrende agieren als VermittlerInnen von Aufträgen an Studierende, sondern auch Studierende sind bemüht, Aufträge an ihre KollegInnen zu vermitteln. Als Hauptknoten der untersuchten Kooperationsnetzwerke wurden vermittelnde Personen, auftragssausführende Studierende und AuftraggeberInnen identifiziert. Bei der Auswahl der Personen, an welche Aufträge vermittelt werden, steht vorwiegend die Leistungsqualität im Vordergrund, aber auch die Faktoren Sprachkombination und Freundschaft. Zudem ergab sich, dass die Befragten den an sie vermittelten Aufträgen in Bezug auf ihre berufliche Laufbahn eine große Bedeutung beimessen und diese als Karrierestart ansehen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the light of the increasing importance of interpreters' freelance work and the professional networking among interpreters, the present thesis investigates the extent to which interpreting students get involved in professional cooperations with persons from their university environment during their studies. With reference to Agency Theory, Actor-Network Theory and László Barabási's Network Theory, the thesis investigates whether students are part of cooperation networks. Furthermore, it examines the students' view on the structure of any networks they are involved in and the importance they attach to them.In order to record the students' view on the investigated cooperations qualitative semi-structured interviews were conducted with eight interpreting students. The participants were questioned about the procurements of interpreting assignments they and other people from their university environment were involved in, the reasons for the procurements and the roles of the different actors in the cooperations. Subsequently, the data collected was analysed with Philipp Mayring's summarising content analysis.The analysis has shown that the university indeed is a turntable when it comes to the procurement of interpreting assignments. Not only do teachers procure jobs to their students, but the students are also eager to pass on jobs to their colleagues. Furthermore, the mediating persons, the students executing the assignments and the contractors were identified as the main hubs in the investigated cooperation networks. The choice of the persons the jobs are delegated to is closely linked to the quality of their work, but parameters such as language combination and friendship are decisive factors, as well. The study has also shown that the participants attach great importance to the assignments procured to them and see them as a start of their careers.