Titelaufnahme

Titel
Gender und Nachhaltigkeit im Radverkehr : ein Maßnahmenkatalog für Städte / vorgelegt von Hanna Rohn
Verfasser/ VerfasserinRohn, Hanna
Begutachter / BegutachterinMikula Regina
Erschienen2013
Umfang127 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Radfahrerverkehr / Gender Mainstreaming / Nachhaltigkeit / Radfahrerverkehr / Gender Mainstreaming / Nachhaltigkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-50634 Persistent Identifier (URN)
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Gender und Nachhaltigkeit im Radverkehr [1.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Inwiefern kann Radverkehr in der Stadt geschlechtergerecht und nachhaltig gestaltet werden? Da es zu dieser Thematik nur wenige systematische und aktuelle Daten gibt, wurde die Arbeit anhand von 5 Kategorien strukturiert: Bewusstsein, Kompetenzen, Infrastruktur, Produkt(-gestaltung) und Sicherheit. Diese dienten der Sammlung und Systematisierung bestehender Daten und Theorien im Themenfeld von Gender, Nachhaltigkeit und Mobilität sowie im Speziellen von Radverkehr. Außerdem wurde das Projekt ?Frau mobil ? Frauen fahren Fahrrad? der Stadt Salzburg empirisch begleitet. Ergebnisse aus beforschten Maßnahmen sowie schriftliche Expertinneninterviews standen einer Inhaltsanalyse anhand der gefundenen Kategorien zur Verfügung.Ziel der Arbeit ist es, einen Maßnahmenkatalog für Städte zu definieren, sowie konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für einen geschlechtergerechten und nachhaltigen Radverkehr anhand von Projektmodulen aufzuzeigen. Dabei geht es um Bewusstsein für eine nachhaltige, autofreie Mobilität beider Geschlechter sowie gemeinsame Übernahme von Verantwortung für die Umwelt, eine Erhöhung von Planungs-, Technik- und Genderkompetenzen unabhängig vom Geschlecht, eine bedürfnisgerechte Radinfrastruktur, die insbesondere auf Anforderungen an Mobilität durch Reproduktionsarbeit eingeht, eine Produktgestaltung des Fahrrads sowie praktischer Zubehör, die nicht ausschließlich an sportlichen Interessen orientiert ist, sondern alltägliche Mobilität mit dem Rad unterstützt, sowie die Erhöhung von Verkehrssicherheit und den Schutz von RadfahrerInnen, besonders Frauen, vor körperlicher und struktureller Gewalt im Straßenraum.Eine Schlüsselrolle bei der Genderrelevanz dieser Befunde und Maßnahmen spielt die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und die einhergehende Trennung der Sphären von Produktion und Reproduktion.Schließlich wird auch ein Forschungsbedarf definiert, der diversity- und gendersensible Datenerhebung zu Mobilität sowie damit verknüpften Phänomenen fordert.

Zusammenfassung (Englisch)

How can cycling in the city be designed and organised in a gender-fair and sustainable way? Due to very little effective and systematic data, the thesis was structured on the basis of 5 categories: Awareness, Skills, Infrastructure, Product(design) and Safety. These were used to collect and systematise existing data and theories on Gender, Sustainability and Mobility, specifically Cycling. Additionally the project ?Frau mobil ? Frauen fahren Fahrrad? (=?Mobile Woman ? Women cycle?) which was conducted by the municipality of Salzburg was accompanied by empirical research in the context of this master thesis.The results of expert interviews and of the empirical research done on parts of the project are subject to a content analysis based on the above named categories.The aim of the master thesis is to create a catalogue of measures for cities to create a gender-fair and sustainable cycling traffic. In addition practical possibilities for implementation are shown. Measures especially concern the generation of awareness for sustainable, car free mobility of both genders and thereby also a shared responsibility for the environment. In addition technical and planning skills as well as gender competence should be encouraged in women and men in the same way. It is crucial that a city invests into a cycling infrastructure that caters to the needs of different individuals, including and specifically of those who do reproductive work. Moreover cycling products and the bicycle itself should be primarily designed to support day-to-day cycling rather than sports purposes. Road safety is another big issue as well as protection of cyclists, especially females, from physical and structural violence.Gender-specific division of labour and segregation of production and reproduction spheres play a key role concerning these findings and measures.Finally a need for further gender- and diversity-sensitive research in the field of mobility and related phenomena is defined.