Titelaufnahme

Titel
Familiäre Zusammenarbeit als GesbR? / vorgelegt von Barbara Tschuchnigg
Verfasser/ VerfasserinTschuchnigg, Barbara
Begutachter / BegutachterinSchummer Gerhard
Erschienen2013
UmfangVI, 80 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Familiengesellschaft / Privatrecht / Österreich / Familiengesellschaft / Privatrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-50473 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der stillschweigenden Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts innerhalb einer Familie auseinander. Diese Situation kann entstehen, wenn der Vater ein Unternehmen in Form eines Einzelunternehmens führt und sowohl die Nachkommen als auch die Ehefrau in diesem mitwirken. Eine solche Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass den Familienmitgliedern oftmals weder die Gründung noch das Bestehen der Gesellschaft bewusst ist. Daher stellt sich die Frage, inwieweit eine unbewusste Gründung einer Gesellschaft überhaupt zulässig ist und welche Konsequenzen den Familienmitgliedern drohen. Der Zweck einer solchen Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist das Führen des gemeinsamen Familienunternehmens, sodass die Voraussetzungen für die Gründung, insbesondere auch das von der Rechtsprechung verlangte Mindestmaß an Organisation, aufgrund der Mitspracherechte der einzelnen Familienmitgliedern in wichtigen Angelegenheiten erfüllt sein werden. Auch ein Minderjähriger kann an der Gesellschaft beteiligt sein, wenn die Genehmigung eines Pflegschaftsgerichtes eingeholt wird. Grundsätzlich gelten auch für eine konkludent entstandene Gesellschaft bürgerlichen Rechts die Bestimmungen der §§ 1175 ff ABGB. Jedoch wird von diesen, aufgrund ihres dispositiven Charakters, häufig innerhalb einer Familie stillschweigend abgegangen. So ist es rechtmäßig, dass dem Vater mehr Stimmrechte zustehen, einzelnen Familienmitgliedern kein Gewinn zugeteilt wird und alle Gesellschafter - trotz Vorliegen einer reinen Innengesellschaft - für Verbindlichkeiten des Unternehmens haften. Auch beschäftigt sich diese Diplomarbeit mit dem Eintritt eines neuen Gesellschafters, beispielsweise durch Verehelichung eines Nachkommen, und dem Ausscheiden eines Familienmitgliedes aus der Gesellschaft.

Zusammenfassung (Englisch)

The main subject of research in this thesis is the implied foundation of a civil law partnership within a family. Such situations may arise if the father conducts a company in form of a sole trader and his children and wife collaborate in this company. The characteristic of such a company is that the family members are often unaware of neither the foundation nor the existence of the company. Therefore it is questionable if an implied foundation of a civil law partnership is admissible and which consequences this produces for the family members. The purpose of such civil law partnerships is the management of the family enterprise, so that the requirements for the foundation are being met, particularly with respect to the minimum of organisation required by judicature based on the voice of the individual family members regarding important business issues. Under aged persons are allowed to join the civil law partnership if a court grants permission. In general, for an implied established civil law partnership the ABGB applies. But within a family these provisions of the act are often changed. Therefore it is lawful that the father has more voting rights, some family members do not get a profit share and all partners are liable for obligations of the company. Furthermore this thesis deals with the admission of a new partner, for instance due to the marriage of a descendent, and the retirement of a family member from the civil law partnership.