Titelaufnahme

Titel
Diensterfindungen im Bereich österreichischer Universitäten / von Viktoria Bauer
Verfasser/ VerfasserinBauer, Viktoria
Begutachter / BegutachterinGrünwald Alfons
Erschienen2013
UmfangI, 73, VI Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Universität / Diensterfindung / Recht / Österreich / Universität / Diensterfindung / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-50443 Persistent Identifier (URN)
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Diensterfindungen im Bereich österreichischer Universitäten [0.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem besonderen Rechtsgebiet des Diensterfindungsrechts im Bereich von österreichischen Hochschulen. Eine erhebliche Weiterentwicklung hat dieser Rechtsbereich vor allem durch die Novellierung des Universitätsgesetzes im Jahr 2002 erfahren. Dennoch stellen sich auch weiterhin etliche Fragen, die durch diese Arbeit, zumindest ansatzweise, geklärt werden sollen.Die Besonderheit im Bereich von öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnissen liegt vor allem darin, dass dem Dienstgeber bereits ex lege ein Aufgriffsrecht an Erfindungen zukommt, die seine Arbeitnehmer im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit geschaffen haben. Außergewöhnlich ist ebenfalls, dass die Universität, seit Einführung des UG 2002, als Dienstgeber aller Universitätsangehörigen zählt, die entweder in einem Arbeits- oder einem Ausbildungsverhältnis zum Bund oder der Universität stehen. Eine Abgrenzung zwischen öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Dienstverhältnissen ist somit nicht mehr von Bedeutung.Diese Diplomarbeit soll einen Bogen vom allgemeinen Patentrecht über den Bereich des allgemeinen Diensterfindungsrechts hin zu den speziellen Rechten und Pflichten aus der Diensterfindung spannen. Dabei gebührt auch der Problematik der Vereinbarkeit des Grundrechts auf Wissenschaftsfreiheit mit dem gesetzlichen Aufgriffsrecht der Universität besonderes Augenmerk.Die Arbeit bildet auch den Rahmen für eine kritische Betrachtung der Handhabung von Drittmittelforschung an Hochschulen. Universitäten setzen zurzeit verstärkt auf Wirtschaftskooperationen und treten im Zuge derer die Rechte an allfällig entstehenden Erfindungen bereits im Kooperationsvertrag an den Forschungspartner ab. Ob diese Zusammenarbeit mit Großunternehmen aus der Industrie in Bezug auf IPR?s, aber tatsächlich den erwarteten Nutzen bringt, ist eher fraglich.

Zusammenfassung (Englisch)

The present diploma thesis deals with the special area of service inventions in the field of universities. This area of law was continuously expanded since the amendment of the university law in 2002. However several questions remain unclear and are tried to be answered in this thesis.The main characteristic of public employments in connection with service inventions is that the employer has the right of making use of any inventions, created by an employee, which is established by act of law. A written contract regarding intellectual property rights is therefore redundant. Since the amendment of the university law 2002, the university itself, has been classified as employer of all university members, no matter if the employee is either in a public or a private employment to the federal government or the university. Following this argument, the university is lawfully entitled to make use of any service inventions created by any university member.This thesis contains not only broad information about patent law, but also general facts about service inventions and specific rights and duties, which have to be carried out by the parties. Special attention should be paid to the issue of compatibility of the fundamental right of free research and teaching (Art 17 StGG) with the university?s lawful right of use of the invention.Finally, this work introduces a framework for critical examination of best practices in dealing with externally funded research. At present universities focus on co-operations with industry partners. In the co-operation agreement the university assigns all intellectual property rights to the third party. If these co-operations are in consensus with the legislative body?s intention to such a high extent is highly questionable.