Titelaufnahme

Titel
Mammographie- und Prostatakarzinom-Screening : ethische Aspekte / vorgelegt von Peter Harter
Verfasser/ VerfasserinHarter, Peter
Begutachter / BegutachterinGetzinger Günter
Erschienen2013
UmfangV, 148 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Reihenuntersuchung / Ethik / Reihenuntersuchung / Ethik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-50222 Persistent Identifier (URN)
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Mammographie- und Prostatakarzinom-Screening [2.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Aufgrund der hohen Anzahl an Brust- und Prostatakrebs Erkrankungen sowie der möglicherweise tödlichen Folgen stellt sich die Frage, ob ein Mammographie- oder PSA-Test-Screening der Bevölkerung die allgemeine Gesundheit verbessern kann. Zur Untersuchung, ob ein Screening ethisch vertretbar ist, wird dieses unter den Aspekten der Selbstbestimmung, der Fürsorge, des Nichtschadens und der Gerechtigkeit beleuchtet. Das Prinzip der Selbstbestimmung führt dabei zu der Forderung nach einer freien informierten Einwilligung der PatientInnen. Die Prinzipien des Nichtschadens und der Fürsorge werden mit dem Werkzeug des Utilitarismus ? der Nutzwertkalkulation ? untersucht. Die Frage der Gerechtigkeit lässt sich dabei erst klären, wenn der mögliche Nutzen eines Screenings den möglichen Schaden überwiegt. Wenn das der Fall ist, dürfen durch das Screening keine Kosten für die TeilnehmerInnen entstehen, damit auch sozial schwächer gestellte Personen sich ein solches problemlos leisten können.Es zeigt sich, dass ein Mammographie-Screening, das sich an den diesbezüglichen EU-Richtlinien orientiert, bei momentanem Wissensstand ethisch vertretbar ist. Durch die höheren Qualitätsansprüche besteht die Hoffnung, dass die Mammographie-Untersuchung in Zukunft zu sichereren Ergebnissen führt als die opportunistische Mammographie. Ebenso wird dadurch auch die Information standardisiert, die eine wohlinformierte Entscheidung einer potentiellen Screening-Teilnehmerin befördert. Dabei ist auch wieder auf die EU-Richtlinien zur Darstellung der Information bei einem Screening zu verweisen, die eine patientengerechte und umfassende Information anstreben.Den PSA-Test als Screening einzuführen, ist aus ethischer Sicht abzulehnen, da das Risiko eines Schadens den möglichen Nutzen übersteigt. Dennoch sollen die Kosten für diese Früherkennungsmethode von dem Gesundheitssystem getragen werden, da im Einzelnen noch immer das Potential für die Rettung eines Lebens besteht.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to the high number of breast and prostate cancer cases, as well as the possibly fatal consequences, the question arises whether a mammography- or PSA-test-screening of the population can improve the overall health level.In investigating whether a screening is ethically acceptable, the aspects of nonmaleficence, beneficence, respect for autonomy and justice are discussed. The principle of respect for autonomy leads to the need to demand an informed consent for the patient. The principles of nonmaleficence and beneficence are analyzed by means of an utilitarian tool - the utility calculation. The question of justice can thereby be clarified only when the potential benefits of a screening outweigh the possible damage. If that is the case, the screening shouldn't incur any costs to the participants, in order for financially weaker persons to be able to participate as well.It is shown that a mammography screening, based on the correspondent EU directives, is ethically acceptable according to present knowledge. Because of higher quality standards, there is hope that future mammography examination results will be more secure than they are with opportunistic mammography. Furthermore, this serves to standardize information, which promotes well-informed decisions on account of potential screening participants. The mode in which information about mammography is presented should also be based on the EU directives, as these aim at providing comprehensive, patient-centered information.Introducing the PSA-test as a screening is to be rejected from the ethical point of view, as the risks of harm outweigh the potential benefits. Nevertheless, the cost of this early detection method should be borne by community, as it still carries the potential for saving a life in individual cases. Of course, informed consent is absolutely necessary here as well. Finally, active surveillance and watchful waiting should be further promoted for the potential of a better outcome in the future.