Titelaufnahme

Titel
Heiliger Krieg und Djihad aus der Perspektive Polens / eingereicht von Mag. (FH) Bartosz Kujat MA
Weitere Titel
Holy war and Djihad from the perspective of Poland
Verfasser/ VerfasserinKujat, Bartosz
Begutachter / BegutachterinPrenner, Karl ; Neuhold, Leopold
ErschienenGraz, 2017
UmfangV, 306 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-120361 Persistent Identifier (URN)
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Heiliger Krieg und Djihad aus der Perspektive Polens [7.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge der gegenwärtig stattfindenden Globalisierung und des damit einhergehenden Zusammentreffens unterschiedlicher Kulturen kommt es immer häufiger zum Diskurs über die dabei „aufeinanderprallenden“ Religionen mit ihren Weltanschauungen, Traditionen sowie Gesetzen. In diesem Zusammenhang wird oft die Frage gestellt, wie sich Gewalt mit Religion vereinbaren lässt und was die Geschichtsschreibung darüber berichtet.Huntingtons Begriff „Clash of Civilizations“ wird immer wieder als Beweis der konfliktbehafteten Interaktion zwischen der westlich-christlich geprägten und der östlich-islamisch dominierten Kultur polemisch verwendet. Hier wird von den Phrasen „Djihad“ und „Heiliger Krieg“ Gebrauch gemacht, und in diesem Kontext werden historische Ereignisse als gegenseitige Schuldzuweisung aufgezeigt. Als ein Faktum der Geschichte gilt es an dieser Stelle zu erwähnen, dass es im Zuge der religiös-politisch motivierten Expansionen in der Geschichte des Christentums und des Islam zu einem regen Kulturtransfer kam, dessen Spuren bis in die Gegenwart vorzufinden sind.Die vorliegende Arbeit widmet sich der Darstellung der Wahrnehmung dieses Kontaktes mit dem polnischen Staat und soll die Geschichte dieser Interaktion beleuchten. Als Träger der beiden Religionen stehen dabei einerseits der Deutsche Orden und andererseits die Tataren sowie das Osmanische Reich im Vordergrund, die jeweils über eine Zeitspanne von mehreren Jahrhunderten mit Polen im Kontakt standen und deren Einflüsse bis in die Gegenwart präsent sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The present globalisation goes along with an encounter of different cultures, which leads to the discourse about the “clash” of religions and their ideologies, traditions and laws. In this context, the question appears, whether violence is accordable with religion and what does the historiography tell us about this issue.Huntingtons perception of the “Clash of Civilisations” is going to be used permanently as an argument for the conflicts within the interaction between the western-Christian and the eastern-Islamic dominated culture. The phrases of “Holy War” and “Djihad” serve to describe historical events, as well as, the mutual assignment of guilt. As a historical matter of fact, it must be said that, the religious-political expansion of Christianity and Islam went along with an active transfer of culture the results can still be found in the 21st century.The present thesis deals with the presentation of perception of this contact with the Polish state and shall highlight the history of that interaction. The representatives of these two religions are on one side, the Teutonic Order, and on the other side, the Tatars and the Ottoman Empire. All these actors stayed in contact with Poland for several centuries, so that you can find their influence until the present age.