Titelaufnahme

Titel
The Role of Second Language Proficiency in the Migration Processes
Weitere Titel
The Role of Second Language Proficiency in the Migration Processes
Verfasser/ VerfasserinHierzer, Daniela
Begutachter / BegutachterinSprung, Annette
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-120355 Persistent Identifier (URN)
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The Role of Second Language Proficiency in the Migration Processes [1.21 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit befasst sich mit der Rolle von Zweitsprachenkompetenz im Migrationsprozess. Dabei werden insbesondere die Erfahrungen von MigrantInnen hinsichtlich ihrer deutschen Sprachkompetenz fokussiert. Durch Bearbeitung internationaler Literatur wird untersucht, welche Faktoren diese Erfahrung beeinflussen und welche Rolle Sprachkenntnisse sowohl im Integrationsprozess, als auch im Zugehörigkeitsgefühl zu einem Land, spielen. Diese Faktoren werden in der Arbeit in drei Hauptteilen bearbeitet, welche sich mit den Konzepten und Modellen von Sprache im Migrationsprozess, Zugehörigkeit und Integration befassen. Es wird ersichtlich, dass in Bezug auf Sprache nach wie vor Machtkonstruktionen existieren, welche von einem kolonialistischen Denkgefüge ausgehen. Die Erfahrungen von MigrantInnen bezüglich ihrer Sprachkompetenz in Deutsch werden von diesen Machtkonstruktionen beeinflusst. Zusätzlich sind Diskriminierung, Rassismus, sowie mangelnde Wertschätzung von migrationsbedingter Mehrsprachigkeit relevant für diese Erfahrungen. Diese Faktoren beeinflussen zudem aber auch das Zugehörigkeitsgefühl von MigrantInnen, welches wiederum sehr stark mit dem Integrationsprozess verbunden ist. Aus diesem Grund wird ersichtlich, dass die verschiedenen Konzepte ineinander greifen und nicht nur MigrantInnen betreffen, sondern auch die Aufnahmegesellschaft. Das heißt, dass gegenteilig der oft vertretenen Meinung, dass ausschließlich MigrantInnen für einen erfolgreichen Integrationsprozess verantwortlich sind, geschlussfolgert wird, dass eine gelingende Integration die Aufnahmegesellschaft gleichermaßen betrifft wie die MigrantInnen.

Zusammenfassung (Englisch)

The paper investigates the role of second language proficiency in the migration process by focusing on the experience of migrants in regard to their language proficiency in German. By drawing on international literature, it is investigated which factors influence this experience and which role language skills play in regard to integration and the sense of belonging to a country from a migrants point of view. To answer these questions, the thesis is divided into three main parts, which deal with concepts and models of language in the migration process, belonging and integration. It becomes apparent that power relations that date back to a colonial way of thinking still exist when it comes to language and this being a marker of difference. Migrants experiences regarding their (German) language proficiency are influenced by these power relations, as well as discrimination, racism, and a lack of appreciation for their multilingualism, especially if they are speakers of marginalized languages. The mentioned factors also influence the migrants sense of belonging, which, in turn, is closely linked to integration. Therefore, the conclusion is that the different concepts are interlinked and require both the receiving society and the immigrants to ensure positive immigration and integration processes. This means that contrary to the often common perception that the attitude of immigrants is the sole factor of successful integration, the process of integration involves the host societys cooperation as much as the immigrants.