Titelaufnahme

Titel
Prognoseentscheidungen im österreichischen Strafrecht : gesetzliche Vorgaben und praktische Umsetzung / von Stefanie Birgit Zaiser
Verfasser/ VerfasserinZaiser, Stefanie Birgit
Begutachter / BegutachterinSchmölzer Gabriele
Erschienen2012
UmfangV, 85 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Prognoseentscheidung / Strafrecht / Österreich / Prognoseentscheidung / Strafrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46387 Persistent Identifier (URN)
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Prognoseentscheidungen im österreichischen Strafrecht [0.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das österreichische Strafrecht kennt zahlreiche Reaktionsmöglichkeiten auf strafbares Verhalten. Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit jenen Entscheidungen, denen eine Prognose über das zukünftige Verhalten der Rechtsbrechenden vorauszugehen hat, sogenannte Prognoseentscheidungen. Inhalt der Prognose ist die spezialpräventive Notwendigkeit bzw Wirkung des jeweiligen Rechtsinstituts. Die Spezialprävention ist einer der Zwecke der strafrechtlichen Reaktionen. Man versteht darunter, dass der einzelne Rechtsbrecher bzw die einzelne Rechtsbrecherin von der Begehung weiterer Straftaten abgehalten und zu rechtstreuen Verhalten erzogen werden soll. Diese Diplomarbeit behandelt im ersten Kapitel die Prognose, welche bei der Einstellung eines Verfahrens wegen Geringfügigkeit gemäß § 191 StPO zu erstellen ist. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Prognose, welche bei einer bedingten Strafnachsicht gemäß § 43 f StGB und bei der bedingten Entlassung nach § 46 StGB zu erstellen ist. Im Anschluss daran wird auf die Prognose, welche bei diversionellem Vorgehen zu erstellen ist, eingegangen. Im vierten Kapitel werden in aller Kürze die Besonderheiten des JGG besprochen. Im fünften Kapitel finden sich die Voraussetzungen und die Besonderheiten der Prognose, welche bei einer Unterbringung in einer vorbeugenden Maßnahme gemäß den §§ 21 bis 23 StGB sowie bei deren Nachsicht und bei der Entlassung aus einer Maßnahme zu erstellen ist. Bei einigen der Rechtsinstitute werden zur Verbesserung der Verständlichkeit Praxisbeispiele vorgestellt, um die theoretischen Ausführungen auch in seiner praktischen Anwendung darzustellen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Austrian criminal law knows many possible reactions to criminal behaviour. This diploma thesis deals with decisions, where the future behaviour of law breakers is predicted. Content of the prognosis is the special necessity or preventive effect of the legal institution. The specific deterrence of the individual delinquent is one of the purposes of criminal reactions. The individual offender should be deterred from committing further criminal acts and should be motivated to law-abiding behaviour.The first chapter discusses the prognosis, which has to be drawn up by suspension of the prosecution due to insignificance according to § 191 StPO. The second chapter encompasses prognosis, which is created before the award of a conditional forbearance of punishment according to § 43 f StGB and the award of a conditional discharge according to § 46 StGB. The third chapter deals with the prognosis in case of a ?Diversion? according to §§ 198 ff StPO. ?Diversion? is the third option in the Austrian criminal law besides monetary penalty, imprisonment and the preventive committal in a measure according to §§ 21 to 23 StGB. It is a simplified procedure to deal with offences of low and medium level seriousnessIn the fourth chapter the specifics of the Juvenile Court Law is explained. The fifth chapter discusses the conditions and characteristics of the prognosis in advance of preventive committal in a measure in accordance with §§ 21 to 23 StGB as well as its forbearance and the discharge from a measure. In several chapters decisions of an Austrian criminal court are presented to illustrate the theoretical arguments in its practical application.