Titelaufnahme

Titel
Sachwalterbestellung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in Fällen mit Auslandsbezug / eingereicht von Christine Hampton
Verfasser/ VerfasserinHampton, Christine
Begutachter / BegutachterinLurger, Brigitta
Erschienen2012
UmfangVII, 87 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Sachwalterschaft / Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht / Ausland / Österreich / Sachwalterschaft / Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht / Ausland / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46221 Persistent Identifier (URN)
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Sachwalterbestellung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in Fällen mit Auslandsbezug [0.99 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die steigende Zahl der grenzüberschreitenden Sachverhalte sowie die Schaffung neuer Rechtsinstitute im Bereich der privaten Vorsorge führen in der juristischen Praxis zur Frage, welches Recht auf eine Sachwalterschaft, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung mit Auslandsbezug anzuwenden ist.Es ist Aufgabe der nationalen Rechtsordnungen einer Person, die aufgrund des gänzlichen oder teilweisen Verlustes der Geschäftsfähigkeit, Einsichts- und Urteilsfähigkeit oder Äußerungsfähigkeit nicht mehr in der Lage ist ihre eigenen Interessen wahrzunehmen, Schutz, nicht nur durch materiell-rechtliche Bestimmungen, sondern auch in grenzüberschreitenden Situationen durch entsprechende Kollisionsnormen zu gewährleisten. Während den letzten Jahren haben sich in vielen Europäischen Rechtsordnungen, so auch in der österreichischen, neue Rechtsinstitute im Bereich der privaten Vorsorge etabliert, wie die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung. Jedoch sehen viele dieser Staaten für diese Rechtsinstitute keine eigenen nationalen Kollisionsnormen vor.Der Mangel an Kollisionsnormen für die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung in der österreichischen Rechtsordnung sowie die Aufspaltung der Rechtsanwendung nach einzelnen Rechtsbereichen im Sachwalterrecht und die damit verbundenen unterschiedlichen Anknüpfungen, führen dazu, dass auf einen grenzüberschreitenden Sachverhalt mehrere Rechtsordnungen zur Anwendung gelangen können.Dies führt in der juristischen Praxis nicht nur zu erheblichen Problemen bei der Ermittlung des anwendbaren Rechts, sondern auch zu großer Rechtsunsicherheit.Die unterschiedlichen Lösungsansätze, die bei der Ermittlung des anwendbaren Rechts bei diesen Rechtsinstituten möglich sind, sowie deren Vor- und Nachteile werden erörtert und der Bedarf an eigenen Kollisionsnormen bzw an einer einheitlichen Regelung aufgezeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

The recently growth of mobility of person and the legislation of new legal institutions leads to the question which law has to be applied in cross-border cases confirming the appointment of a personal representative, the enduring power of attorney and the patient decree.There is a need to protect the adults in international situations, when they are not in a position to protect their own interest by reason of an insufficiency of their personal faculties or of impairment. In cross-border cases it is often a problem to find out which national law has to be applied for these legal institutions. Since the last ten to fifteen years various European national laws, also the Austrian, have implemented new legal institutions like the enduring power of attorney and patient decree, but in most of these systems of laws, like in the Austrian or German, conflict norms for these special legal institutions do not exist.The absence of conflict norms in Austrian International Private Law and the application of different systems of laws, e.g. the application of law of the State of the adult?s habitual residence or of the State of nationality of adult, leads in cross-border cases to problems in juridical practice and great legal uncertainty for the user of law.This contribution shows different solutions for the problems caused by the determination of the applicable law and it considers the legal aspects and pros and cons of all these solutions. It also shows the need of legislating conflict norms to protect the incapable adults in cross-border cases.The object in these cross-border cases is to avoid conflicts between the legal systems concerning the question of applicable law and to determine which law has to be applied for these legal institutions.