Titelaufnahme

Titel
"Macht bis zur Ohnmacht" : eine Analyse der französischen Übersetzung der Romans "Kao da me nema" von Slavenka Drakulić / vorgelegt von Kadira Gutić
Verfasser/ VerfasserinGutić, Kadira
Begutachter / BegutachterinWolf Michaela
Erschienen2013
Umfang97 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Drakulić, Slavenka <Kao da me nema> / Übersetzung / Französisch / Drakulić, Slavenka <Kao da me nema> / Übersetzung / Französisch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46162 Persistent Identifier (URN)
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"Macht bis zur Ohnmacht" [1.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse der Übersetzung des Romans Kao da me nema von Slavenka Drakuli? in der französischen Version von Mireille Robin mit dem Titel Je ne suis pas là. Der Untersuchung liegt die Hypothese zugrunde, dass die Übersetzerin durch etliche Auslassungen bzw. Hinzufügungen die Machtlosigkeit der Frau im Französischen eher in abgeschwächter Form zum Ausdruck bringt. Die Übersetzungsanalyse soll aufzeigen, welche Elemente in der Übersetzung für diese Abschwächung verantwortlich sind. Die Arbeit geht zunächst auf das Leben und das literarische Schaffen der Autorin ein. Nach einer kurzen Inhaltsangabe des Romans wird der kroatische Verlag beleuchtet und anschließend wird auf die Rezeption der Autorin sowie des Romans eingegangen. Danach folgt eine kurze Vorstellung von Mireille Robin, der Übersetzerin des Romans. Im Anschluss daran wird der Belfond Verlag präsentiert sowie die Rezeption der Autorin und der Übersetzung in Frankreich behandelt. Nach einer Paratextanalyse gemäß Genette wird das Modell der Kritischen Diskursanalyse nach Jäger vorgestellt. Die Übersetzungsanalyse zeigt auf, welche Elemente in der Übersetzung die Machtlosigkeit der Frau im Vergleich zum Original abschwächen. Zu diesen Elementen gehören zahlreiche Auslassungen, wodurch bestimmte Situationen als weniger erniedrigend dargestellt werden. Bei den Hinzufügungen hingegen wurde den Frauen oft die Schuld zugewiesen. Des Weiteren wurde im Französischen eine etwas weniger brutale Sprache verwendet. Stark negativ konnotierte kroatische Verben wurden im Französischen tendenziell mit einem positiven Verb wiedergegeben. Schließlich kam es auch zur Verschiebung der Passiv- in Aktivkonstruktionen, wodurch ?andere? in den Vordergrund gerückt wurden und nicht wie im Original die Frau. In diesem Zusammenhang lässt es sich sagen, dass von all den untersuchten Textstellen die Übersetzung die Frauen lediglich in einem Beispiel machtloser als im Original zeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis offers a translation analysis of the novel Kao da me nema by Slavenka Drakuli?, translated into French by Mireille Robin entitled Je ne suis pas là. The hypothesis suggests that the translator produced a translation that seems to have diminished women?s powerlessness of the Croatian original version. It is the aim of this thesis to work on the elements of the translation that are responsible for this effect.In the first section, the diploma thesis delivers information on Slavenka Drakuli??s life and her literary work. After a short outline of the novel it focuses on the publisher and on the author?s and novel?s reception in Croatia. After this, the translator Mireille Robin and the publisher are presented. Equally, the author?s reception and that of the translation in France are thoroughly discussed. The analysis is twofold; first, an analysis of various paratexts (original and translation) are presented, then, a textual analysis. This textual analysis is done with the help of Critical Discourse Analysis by Jäger.The translation analysis shows which elements of the translation diminish women?s powerlessness in comparison to the original. These elements refer to numerous omissions that outline certain situations in a less humiliating way, whereas the additions imply that the women were rather burdened with guilt. Furthermore, it seems that the translator uses less brutal language in the translated text. Verbs with a rather negative connotation in Croatian are replaced by French ones that tend to have positive connotations. Finally, other shifts can be detected which relate to passive constructions that were used instead of the active ones; this implies that the focus is on ?others? rather than on the women as is the case in the original. In this context it is important to point out that, of all the examples explored in the analysis, only one shows a less powerful woman than in the original version.