Titelaufnahme

Titel
Gaukelspiel und Lautenklang : Unterhaltung und Zeitvertreib im Mittelalter / vorgelegt von Wolfram Galter
Verfasser/ VerfasserinGalter, Wolfram
Begutachter / BegutachterinGiessauf Johannes
Erschienen2013
Umfang131 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Unterhaltung / Geschichte 500-1500 / Unterhaltung / Geschichte 500-1500 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46013 Persistent Identifier (URN)
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Gaukelspiel und Lautenklang [2.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Mittelalter gab es eine Vielzahl an Unterhaltungsmöglichkeiten. Von klein auf erfreuten sich die Menschen an diversen Spielen, wie etwa Verstecken oder Blinde Kuh. Besonders beliebt waren Karten-, Würfel- und sonstige Arten von Glücksspiel. Im Zuge dieser Spiele kam es immer wieder zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen, weshalb sowohl kirchliche als auch die weltliche Autoritäten versuchten die Spiele zu verbieten bzw. ihre Verbreitung einzudämmen. Brettspiele wie Schach oder Backgammon wurden aus dem Vorderen Orient übernommen. Zu den Spielen im Mittelalter zählte auch die sportliche Betätigung. Sport im heutigen Sinn gab es zu jener Zeit nicht. Er diente zur Belustigung der Teilnehmer und der zusehenden Menge. Diese Wettkämpfe wurden meisten während der zahlreichen Volksfeste durchgeführt, die das mittelalterliche Jahr aufzuweisen hatte. Bei diesen Festen sorgten Schausteller und Spielmänner für die nötige Unterhaltung und selbstverständlich durfte auch der Tanz bei solchen Anlässen nicht fehlen. Im Tanz entwickelten sich zwei verschiedene Philosophien. Einerseits der ruhige, umschreitende Tanz des Adels. Auf der anderen Seite, der wilde, gesprungene Tanz des Volkes. Abseits der Spiele und Feste sorgten unter anderen Wirtshäuser, Badestuben und Bordelle für die nötige Kurzweile. Zusätzlich zu den bereits genannten galten die Jagd und das Turnier als rein adelige Unterhaltungsformen. In ihnen wurden wesentliche Formen des adeligen Verhaltensideals vereint. Obwohl es regelmäßig zu Unfällen mit schweren oder tödlichen Verletzungen kam, war der in Aussicht gestellte Ruhm Anreiz genug für die jungen Adeligen, dieses Risiko in Kauf zu nehmen.

Zusammenfassung (Englisch)

People of the Medieval Ages had plenty possibilities to entertain themselves. From childhood on they played games such as Hide and Seek, Blind man's buff, card and dice games as well as other games of chance were the most popular games in the Medieval Ages. During the games verbal and physical disputes occurred quite frequently, wherefore clergy and nobility sought to ban or at least contain them. Board games such as Chess or Backgammon were adopted from the Orient. Among the medieval games sporting activity can also be found. Although, we cannot see it as we see sport nowadays during these times. It was used to entertain the participants and the crowd watching this event. These events were held during the numerous fairs, the medieval year contained. In the course of these fairs, showmen and musicians took care of the entertainment. Of course, there was dance too. There were two different types of dance. On the one hand, the dance of the nobility, which was a calm, paced sort of dance and on the other, the dance of the people, which was a wild, jumped one. Aside of the games and fairs taverns, public bathing and brothels served as disport. In addition to these entertainments the nobility had its own possibilities. Hunting and jousting combined the essential merits of noble lifestyle. Although severe injuries and deaths happened quite frequently, young noblemen took the risk to increase their reputation.