Titelaufnahme

Titel
Würde der Toten : anthropologische und ethische Perspektiven im Umgang mit Leichen / eingereicht von Susanne Kleinoscheg
Weitere Titel
The dignity of the dead. Anthropological and ethical perspectives in dealing with corpses
Verfasser/ VerfasserinKleinoscheg, Susanne
Begutachter / BegutachterinSchaupp Walter
Erschienen2012
Umfang116 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Leiche / Ethik / Leiche / Ethik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-45885 Persistent Identifier (URN)
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Würde der Toten [2.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit analysiert, ob bzw. warum man von einer ?Würde? des menschl. Leichnams (L.) sprechen kann. Dazu wird mehreren Leitfragen nachgegangen: In welcher Weise lässt sich von der Würde des L.s sprechen; wie kann man sie begründen? Was lässt sich aus dem Umgang mit dem menschl. L. hinsichtlich seiner Würde schließen? Die Arbeit wählt zunächst eine systematische Methode: Zentrale Begriffe (Würde, sittliches Subjekt, Tod, Pietät) werden anhand wichtiger Literatur dargelegt. In einem 2. Schritt wurden mittels Fragebogen Personen, die beruflich mit Leichen zu tun haben, nach ihren Einstellungen zum Umgang mit Leichen befragt.Wenn man dem Menschen Würde/Menschenwürde zuspricht, stellen sich im Blick auf den L. viele Fragen: In welcher Beziehung steht der L. zum lebendigen Menschen? Ist der L. eine Sache? Ab wann sprechen wir vom L.? In der Arbeit wird dargelegt, dass das Hirntodkriterium zwar für die Transplantationsmedizin wichtig ist, dass ein Hirntoter aber noch keinen L. darstellt. Gleichzeitig haftet dem L. immer etwas von der Person an, die diesen Körper einst belebte. Die Frage, was ein L. nun wirklich ist (Mensch, Individuum, einfach der biologische, tote Körper), lässt sich jedenfalls nicht einfach beantworten.Die Arbeit zeigt, dass man die Würde des L.s weniger von einer begrifflichen Definition herleiten kann als vielmehr aus der Praxis des Umgangs mit ihm. Die Befragung (Rücklauf: 303 Personen) zeigt dabei interessante Zusammenhänge z.B. zwischen der Zugehörigkeit zu Berufsgruppen und entsprechenden Einstellungen zum L.Die Arbeit kommt zur Einsicht, dass man von einer Würde des L.s sprechen kann ? unter der Bedingung, dass man den L. nicht losgelöst von der Person sieht, die den lebenden Körper einst in der Leib-Seele-Einheit ausgemacht hat. Ein Argument dafür ist, dass diese Würde von der Teilhabe des toten Körpers an der Menschenwürde des verstorbenen sittlichen Subjekts ausgeht.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper analyses if there exists something like a ?dignity? of the human corpse (h.c.). Key questions: In what way may we talk about the dignity of the h.c., and which concepts is this dignity based on? What conclusions as to its dignity can be drawn from the way in which h.cs are treated? First a systematic methodology was applied: The most important terms (dignity, moral being, death, piety) have been explained on the basis of literature. Secondly, people who professionally are confronted with h.c.s, were asked to fill in a questionnaire and express their attitudes concerning the handling of h.cs. If human beings are granted dignity/human dignity, numerous questions arise: What relationship does there exist between the corpse (c.) and the living human being? Is the h.c. merely a thing? At what point is the human body considered to be a c.? This paper will outline that even though the brain death criterion is used as an important argument in favour of transplant medicine, the body of a brain dead person is not yet a c. The person that once lived within this body, seems to be still somehow present in the c. The question as to whether a c. is a human being, an individual or just the biological, dead body, may in any event not easily be determined.The study reveals that the dignity of the c. may rather be derived from the practical dealing with h.cs than from a conceptual definition. The survey (303 people responded) has shown that there are interesting correlations between e.g. professional affiliations and according attitudes to cs. The study comes to the conclusion that it is safe to say that there exists a dignity of the c. ? provided that the c. is not regarded as being detached from the person who once constituted the living body in body and soul unity. An argument supporting this view can after all be derived from the notion that this dignity is dependent on the dead body?s participation in the human dignity of the deceased human person.

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