Titelaufnahme

Titel
Haftungsfragen bei Körperverletzung im Kontext des Fußballsports / Benedikt Hofmann-Wellenhof
Verfasser/ VerfasserinHofmann-Wellenhof, Benedikt
Begutachter / BegutachterinReissner Gert-Peter
Erschienen2012
UmfangVIII, 70 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Fußball / Körperverletzung / Haftung / Österreich / Fußball / Körperverletzung / Haftung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49912 Persistent Identifier (URN)
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Haftungsfragen bei Körperverletzung im Kontext des Fußballsports [0.51 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wird die zivilrechtliche Haftung von Sportlern untereinander bei Ausübung im Fußballsport zugefügter Verletzungen behandelt. Eingangs wird der Sportbegriff definiert und die sozialen und haftungsrechtlichen Besonderheiten der Sportausübung bearbeitet. Danach erfolgt eine Klassifizierung des Fußballsports in die Gruppe der Kampfsportarten. Da den Fußballregeln bei der Frage der Haftung der Spieler untereinander eine wichtige Rolle zukommt, werden diese mit besonderem Augenmerk auf die Regel XII dargestellt. Die Fußballregeln sollen einerseits beim ordnungsgemäßen Ablauf eines Fußballspiels helfen, andererseits sollen durch die Ahndung von Regelverstößen des Schiedsrichters überharte Attacken und grobe Fouls vermieden werden. In der Haftungsfrage der Fußballer untereinander kommen vertragliche Ansprüche nicht zur Anwendung, weshalb sich die geschädigten Spieler mit einem deliktischen Anspruch begnügen müssen. Da keine speziellen Sonderregelungen existieren, werden die schadenersatzrechtlichen Bestimmungen des ABGB herangezogen. Jedoch kommt es aufgrund des Sporthaftungsprivilegs beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu einer Haftungsbegrenzung zu Gunsten des Schädigers. Verletzungen, die bei Einhaltung der Regeln und bei nur geringen Verstößen gegen die Regeln, wie typische, unvermeidliche Fouls im Kampf um den Ball, vorkommen, führen nicht zur Haftung. Selbst wenn es zu schweren Verletzungen kommt, hat der verletzte Spieler den Schaden oft selbst zu tragen, da er die Beweislast für die Rechtswidrigkeit und das Verschulden trägt und den Regelverstoß und die Erhöhung der sportarttypischen Gefahr zu beweisen hat und dies in den meisten Fällen ein Problem darstellt.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the civil liability for injuries of athletes that occur among themselves whilst practicing the game of football. At first, the term ?sport? is defined and the social and legal characteristics are dealt with. Thereafter the sport of football is being classified in the group of combat sports. Since the rules of football play an important role to solve the problem of liability, they are depicted with the focus on rule number XII. On the one hand the rules should help during the proper procedure of a football match, whereas brutal attacks and rough fouls should be prevented by the referee. Contractual interests are not applied among the athletes. This is why the impaired players have to settle for a claim in tort only. Since there are no special regulations the ABGB?s laws dealing with the compensation for damages are applied. Due to the privilege of liability connected with sport there is a boundary of liability for the tortfeasor if certain requirements are fulfilled. Injuries that occur in accordance with the rules or because of slight violations (like typical, inevitable rule violations in relation with the fight for the ball) do not lead to liability. Even if there is a severe injury the hurt player often has to deal with the damage because it is up to him to prove that there was a violation of the rules and that the typical dangers of the sport was increased.