Titelaufnahme

Titel
Die Verfassungsentwicklung in China von 1908 bis in die Gegenwart / vorgelegt von Philipp Pesendorfer
Verfasser/ VerfasserinPesendorfer, Philipp
Begutachter / BegutachterinPrettenthaler-Ziegerhofer Anita
Erschienen2013
Umfang97 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)China / Verfassung / Geschichte / China / Verfassung / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49864 Persistent Identifier (URN)
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Die Verfassungsentwicklung in China von 1908 bis in die Gegenwart [1.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit stellt eine rechtshistorische vergleichende Analyse der chinesischen Verfassungsgeschichte dar. Dabei werden Schwerpunkte auf die Institutionalisierung der Macht, den institutionellen Aufbau des Staates und die Garantie der Grundrecht gelegt. Essentiell ist in diesem Zusammenhang auch immer zu untersuchen in wie weit die jeweilige Verfassung tatsächlich Anwendung fand, wie es also um die Verfassungswirklichkeit bestellt war. Im für diese Arbeit relevanten Zeitraum (1850-2012) erfuhr China eine Reihe tiefgreifender politischer Erschütterungen und Umwälzungen. Neben den unterschiedlichen Staatsformen (Kaiserreich, Republik, Volksrepublik) erfuhr das Land einen rasanten Wechsel an Regierungsformen: die Monarchie, die Demokratie, die Diktatur, die Guomindang Herrschaft und zuletzt die realsozialistische ?demokratische Diktatur des Volkes?. Sie alle brachten genuine Verfassungstypen hervor, wobei vor allem die so genannten ?Fünf-Gewaltenverfassungen? der Guomindang von Interesse sind, da kein vergleichbares Model in Europa existierte. Die sozialistischen Verfassungen lehnten sich zunächst sehr stark an das sowjetische Vorbild und bekamen zunächst durch die Kulturrevolution (1966-1976) und später durch die liberale ?Gegenrevolution? Deng Xiaopings (seit 1980) einen eigenständigen chinesischen Charakter.Die Arbeit besteht aus vier Kapiteln: einer kurzen theoretischen Abhandlung zu den Begriffen Staat, Verfassung, Grundrecht und ähnlichem, folgen drei eigenständige Kapitel über die Kaiserzeit, die Republik und die Volksrepublik. Diese beinhalten neben der Verfassungstextanalyse auch kurze Einführungen in die politische Genese, der sozioökonomischen Entwicklungen und den ideologischen Konzepten jener Zeiträume. Abschließend werden in einer Zusammenfassung die wichtigsten Erkenntnisse aus der Verfassungsanalyse noch einmal zusammengefasst.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis is a legal historical analysis of the constitutional history of China. There are two main focuses: the institutionalization of power, the institutional construction of the state and the guarantee of human rights. In this context to analyze it is essential the relation between the written constitution and its implementation, in other words the constitutional reality.During the analyzed period, there have been many severe political ruptures and revolutions. Beside the different forms of state (Empire, Republic, Peoples Republic) the country saw a rapid change in governmental systems: monarchy, democracy, dictatorship, the Guomindang governance and the real socialist ?people?s democratic dictatorship?. All of them produced genuine types of constitutions, of which the ?Five-Power-Constitution? of the Guomindang is very interesting, because there exists no comparable model in Europe. The socialist constitutions were modeled on the constitution of the Soviet Union. Later during the ?Cultural Revolution? (1966-1976) and after that during the liberal counterrevolution of Deng Xiaoping (since 1980) the constitutions developed their own Chinese characteristics. The thesis consists of four Chapters: after a short theoretical introduction on the meaning of the terms: state, constitution, human rights, etc., there are three sections on the Empire, the Republic and the Peoples Republic. They contain a short introduction into the most important political, socioeconomic, ideological developments and as main part the analysis of the constitutional documents of this period. At the end there is a conclusion in which the most important findings of the textual analysis will be concluded.