Titelaufnahme

Titel
Sprache als Medium symbolischer Macht : ein Vergleich der sprachsoziologischen Ansätze von J. Butler und P. Bourdieu am Beispielsatz "Es ist ein Mädchen!" / Barbara Kogler
Weitere Titel
Symbolic power by the medium of language - a comparison of J. Butlers and P. Bourdieus approach exemplified by the sentence "Its a girl!"
Verfasser/ VerfasserinKogler, Barbara
Begutachter / BegutachterinMoebius Stephan
Erschienen2013
UmfangII, 82 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Bourdieu, Pierre / Butler, Judith / Sprache / Macht / Bourdieu, Pierre / Butler, Judith / Sprache / Macht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49690 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Sprache als Medium symbolischer Macht [0.33 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem scheinbar magischen Aspekt der Sprache auseinander, einen Beitrag zur Konstituierung von gesellschaftlicher Wirklichkeit leisten zu können. In diesem Sinne wird der Frage nach gegangen, wieso Worte Menschen verletzen, erniedrigen oder zum lachen bringen können? Woher erhalten Worte ihre Fähigkeit, nicht nur zu tun, was sie sagen, sondern in vielen Fällen sogar noch viel mehr zu bewirken, als sie eigentlich sagen? Zwei mögliche Erklärungsansätze liefern hierzu die sprachsoziologischen Arbeiten von Judith Butler und Pierre Bourdieu. In einem ersten Schritt werden diese beiden Ansätze genauer dargestellt und ausgearbeitet. In einem zweiten Schritt werden diese theoretischen Erkenntnisse mit Hilfe des Beispielsatzes ?Es ist ein Mädchen!?, den ein Arzt im Rahmen einer Geburt äußert, zur Anwendung gebracht. Dieser Beispielsatz dient außerdem dazu, um die Sichtweisen der beiden Theoretiker_innen einander gegenüberzustellen und die jeweiligen Stärken und Schwächen der Ansätze herauszuarbeiten. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass beide Autor_innen die Wichtigkeit eines Anerkennungsmodus? betonen, um mit Sprache Wirklichkeit erzeugen zu können, damit das Kind bei der Geburt sozusagen wahrlich zum Mädchen wird. Nicht einig sind sich die beiden Auor_innen, wenn es ganz Allgemein um die Frage geht, woher die ?Magie? der Worte stammt: Aufgrund seiner sozialen Iterabilität macht Butler die Magie innerhalb des Wortes selbst aus, während sich für Bourdieu die symbolische Macht aus den sozialen Umständen ergibt, unter denen gesprochen wird. Dabei handelt es sich natürlich nur um eine verkürzte Darstellung möglicher Ansatzpunkte für einen Vergleich dieser beiden Theorien. Wie sich im Laufe der Arbeit zeigt, finden sich weitere Ansatzpunkte beispielsweise in der unterschiedlichen Auseinandersetzung mit der Rolle des Körpers im Zusammenhang mit Sprache oder in der Behandlung der Möglichkeit des Scheiterns performativer Äußerungen.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with the power of language to constitute social reality. In this sense the main questions are: How are words able to hurt or humiliate people, how can words make them to laugh or rather where do words get their power to do more, than they actually say? There are many sociological approaches, which offer a possible explanation to answer these questions. The approach which is chosen in this thesis is a comparison of the following two theories: On the one hand there is a presentation of Judith Butler?s and on the other hand there is an introduction to Pierre Bourdieu?s theory. Both theories are exemplified by the sentence ?It?s a girl!?, said by a doctor at the moment of a baby?s birth. The comparison and the testing of these two approaches show that both authors emphasize the importance of being known or being accepted as something or rather someone. This is the main similarity between Butler and Bourdieu. The authors disagree when they try to answer the question wherefrom words get their power, to do more than they actually say. Butler thinks the power lies within the words: Because of their social iteration the word itself contains the ?magic?. However, Bourdieu postulates that the power does not lie within the words, but the words get their power from the outside: Only if a legitimated person speaks at a legitimate situation in a legitimate linguistic form, there will be a symbolic power of the words which are said. Apart from those points of view, there are much more possibilities to compare these two approaches. For instance, what is about the role of the (girl?s) body in this context or what will happen, if words do not say what they actually intend to say? Answers to these and further more questions are part of this master thesis.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 163 mal heruntergeladen.