Titelaufnahme

Titel
Get active! : formelle Freiwilligenarbeit als Puffer bei sozialer Exklusion / Natalie Ziermann
Verfasser/ VerfasserinZiermann, Natalie
Begutachter / BegutachterinAydin Nilüfer
Erschienen2013
Umfang83 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ausgrenzung / Ehrenamtliche Tätigkeit / Ausgrenzung / Ehrenamtliche Tätigkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49603 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Soziale Exklusion führt zu negativen Konsequenzen für die betroffenen Personen. Um sich in Situationen der sozialen Exklusion vor diesen zu schützen, greifen sie auf Schutzfaktoren zurück. In dieser Studie geht es darum, inwieweit formelle Freiwilligenarbeit einen solchen Schutzfaktor darstellen kann. Es wurden insgesamt 160 Personen getestet, wovon 80 Personen in der formellen Freiwilligenarbeit tätig waren und 80 Personen nicht. Die ProbandInnen mussten entweder eine Situation beschreiben, in der sie sich ausgeschlossen fühlten oder eine Situation, in der sie sich inkludiert fühlten. Danach mussten sie entweder einen Text über einen Tisch oder über formelle Freiwilligenarbeit verfassen. Es zeigte sich, dass Nicht - Ehrenamtliche in der Exklusionsbedingung einen geringeren momentanen Selbstwert, einen eher negativen Affekt und weniger positiven Affekt aufwiesen, ihre Bedürfnisse mehr bedroht wurden, und sie feindseliger waren, als in der Inklusionsbedingung. Diese Effekte zeigten sich nicht für die Ehrenamtlichen. Ehrenamtliche, die exkludiert wurden, hatten einen tendenziell höheren momentanen Selbstwert, hatten einen tendenziell positiveren Affekt und waren weniger feindselig, als Nicht - Ehrenamtliche, die exkludiert wurden. In der Inklusionsbedingung hatten die Nicht - Ehrenamtlichen einen tendenziell höheren momentanen Selbstwert, einen eher negativen Affekt, eine tendenziell geringere Bedürfnisbedrohung und waren tendenziell weniger feindselig als die Ehrenamtlichen. Die Texte ?Tisch? oder ?formelle Freiwilligenarbeit? zeigten bis auf die Subskalen verbale Aggression und Kontrolle keinerlei Wirkung.Bei den miterhobenen Kontrollvariablen ?allgemeiner Selbstwert? und ?Inklusion?, zeigten sich schon vor der Intervention Unterschiede zwischen den Experimentalgruppen. Das allgemeine Bedürfnis nach Zugehörigkeit verringerte teilweise die gefundenen Effekte. Die Ergebnisse und mögliche Implikationen werden ausführlich diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Social exclusion leads to negative consequences for the affected people. To protect them in situations of social exclusion, they try to find protective factors. The goal of this study was to show, if formal volunteering can be such a protective factor. 160 persons were tested, 80 of them were volunteers, 80 not. The participants had to write either about a situation in which they felt included or about a situation in which they felt excluded. Afterwards they had to write either a text about formal volunteering or a text about a table. The results show that socially excluded Non Volunteers had a lower state of self - esteem, more negative affect and less positive affect, higher need threat and were more hostile than socially included Non Volunteers, while Volunteers did not show these effects. Socially excluded Volunteers had a tendency towards higher self - esteem, more positive affect and were less hostile than socially excluded Non Volunteers. Socially included Non Volunteers had a tendency towards higher self - esteem, less negative affect, a tendency towards lower need threat and a tendency towards being less hostile than socially included Volunteers. The texts about ?the table? or about ?the formal volunteering? had no consequences except on the subscales control and verbal aggression. The control variables ?global self-esteem? and ?inclusion? showed differences between the experimental groups before the intervention had started. The need to belong led in some cases to a decrease of the founded effects. The results and possible implications are discussed.

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