Titelaufnahme

Titel
Das Verschlechterungsverbot im österreichischen Strafprozess - Ausgestaltung und Entwicklung / vorgelegt von Verena Uran
Verfasser/ VerfasserinUran, Verena
Begutachter / BegutachterinTipold Alexander
Erschienen2013
UmfangVIII, 100 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafverfahren / Reformatio in peius / Österreich / Strafverfahren / Reformatio in peius / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49597 Persistent Identifier (URN)
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Das Verschlechterungsverbot im österreichischen Strafprozess - Ausgestaltung und Entwicklung [0.53 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Abstract (Deutsch):Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem strafrechtlichen Verschlechterungsvervot bzw dem Verbot der reformatio in peius, welches einen der wesentlichen Grundsätze des österreichischen Strafverfahrens, vor allem des Rechtsmittelverfahrens darstellt. Das Gesetz normiert diesen Grundsatz im § 16 StPO und verbietet die Schlechterstellung des Angeklagten durch eine gerichtliche Entscheidung, infolge der Anfechtung eines Urteils zum ausschließlichen Vorteil desselben. Der Zweck dieses Grundsatzes liegt darin, dass der Beschuldigte, der sich durcheine gerichtlicheEntscheidungungerechtbehandeltfühltunddiese Entscheidung abändern oder aufheben lassen will, nicht das Risiko einer Schlechterstellung durch das neuerliche Urteil eingehen muss. Er soll dazu ermutigt werden, eine für ihn günstigere Entscheidung zu erlangen. Aber was bedeutet eine Schlechterstellung genau? Bezieht sich das Verbot der reformatio in peius ausschließlich auf das verhängte Strafübel in seiner Gesamtheit oder ist jede mögliche Änderung des Urteilsausspruches von diesem Verbot erfasst, also auch die rechtliche Subsumtion unter eine andere als die verurteilte, wenn auch strengere, Strafnorm? Diese Frage nach den Wirkungen des Verschlechterungsverbots war seit jeher umstritten und soll deshalb einen Schwerpunkt dieser Arbeit darstellen. Durch die Einführung des § 16 StPO durch das StRÄG 2004 und dessen Hervorhebung der Beschränkung auf den Sanktionenbereich ist diese Frage nun eindeutig geklärt und schließt eine extensive Interpretation des Verschlechterungsverbots auf die materiell ? rechtliche Subsumtion der Tat aus. Diese Gesetzesformulierung wird von vielerlei Hinsicht kritisiert, weshalb die Weiterentwicklung dieses Grundsatzes und dessen Wirkungsbereiches mit Spannung abzuwarten bleibt.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract (english):This diploma thesis describes in detail the prohibition to worsen appellant's position or the prohibition of reformatio in peius, which is one of the essential principles in Austrian criminal proceedings, especially in appellate proceedings. This principle is set out in § 16 of the Code of Criminal procedure and prohibits a less favorable treatment of the accused by a court decision due to an appeal against a judgment to the exclusive benefit of the same, i.e. it does not allow a decision at appeal to put a sole appellant in a worse position. The purpose of this maxim is that the accused, who wants to amend or rescind a court?s decision, should not be exposed to the risk to be placed in a worse position by the latter judgment as a result of filing an appeal to its exclusive benefit. So the accused should be encouraged to obtain a favorable decision for him. But what exactly is a worse position? Does the prohibition to worsen appellant's position prohibit solely the imposition of a severe penalty or does it also ban the conviction to be more severe in all respects, including the legal subsumption of another criminal act? This question about the effects of the prohibition of reformatio in peius has always been controversial and is therefore a key aspect of this diploma thesis. Due to the introduction of this principle in § 16 Code of Criminal procedure (in the course of the reform of the criminal law in 2004) and its emphasis on the restriction on the penalty question, this question is now clarified. However, this solution does not meet every expectations, hence criticism about this legal opinion still exists. The advancement of this essential maxim and its scope remains to be seen.