Titelaufnahme

Titel
Auswirkung der Wahrnehmung sexualisierten Werbebilder auf die Aktivierung des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts bei Frauen / Eileen Kaiser
Verfasser/ VerfasserinKaiser, Eileen
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt Ursula
Erschienen2012
Umfang87 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Frau / Werbung / Geschlechterrolle / Geschlechterstereotyp / Selbstbild / Frau / Werbung / Geschlechterrolle / Geschlechterstereotyp / Selbstbild / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49549 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkung der Wahrnehmung sexualisierten Werbebilder auf die Aktivierung des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts bei Frauen [1.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Menschen werden mit Werbebildern konfrontiert, welche Geschlechterrollen vermitteln. Die Studie untersucht, inwieweit sexualisierte Werbebilder das Ausmaß an Geschlechterstereotypen, welche sich Personen selbst zuschreiben, beeinflussen. Man bezeichnet dies als Geschlechtsrollen-Selbstkonzept (GRSK). Der Grund für eine Aktivierung des GRSK durch sexualisierte Werbebilder könnte sein, dass sexuelle Schemata mit dem GRSK assoziiert abgespeichert sind. Durch sexualisierte Inhalte sollen sexuelle Schemata und das damit assoziierte GRSK aktiviert werden. Die Annahme der Studie lautete demnach, dass Frauen nach einem supraliminalen Priming durch sexualisierte Werbebilder eine höhere Zugänglichkeit zu ihrem femininen Rollenselbstkonzept (FEM) aufweisen sollen als vor dem Priming bzw. als Frauen, die kein Priming erfahren haben. Das GRSK wurde sowohl auf expliziter (mittels Zustimmungshäufigkeiten) als auch auf impliziter Ebene (mittels Reaktionszeiten) erhoben. Da in erotischen Werbebildern Frauen und Männer oft in einer traditionellen Rolle dargestellt werden, wurde zusätzlich untersucht, wie sich ein Rollenpriming auf die Zugänglichkeit zum GRSK auswirkt. Das GRSK wurde sowohl vor als auch nach dem Priming erfasst. Insgesamt wurden 63 Frauen in einem Alter zwischen 18 und 39 Jahren untersucht. Die Ergebnisse konnten die Hypothesen der vorliegenden Studie nicht bestätigen. Ein traditionelles, sexuelles Priming führte bei Frauen auf der expliziten Ebene zu einer Aktivierung ihres maskulinen Rollenselbstkonzeptes (MASC), ein egalitäres Priming hingegen zu einer Hemmung von MASC. Auf der impliziten Ebene führte ein traditionelles Priming zu einer Aktivierung von FEM. Es zeigte sich, dass neben sexuellen Werbebildern sowohl egalitäre als auch traditionelle Darstellungen in Werbebildern einen Einfluss auf die Zugänglichkeit des GRSK haben können.

Zusammenfassung (Englisch)

People are confronted with advertising images that impart gender roles. This study examines the extent to which the gender stereotypes that people ascribe to themselves are influenced by these sexualized advertising images. This is termed Gender Role Self-Concept (GRSC). The activation of the GRSC by sexualized advertising is possibly caused by the stored association of sexual schemata with the GRSK. Through sexual content, sexual schemata and its associated GRSK should be activated. The assumption of the study is, therefore, that women should have a greater accessibility to their feminine role self-concept (FEM) after a supraliminal priming by sexualized advertising images than before priming, and more than women who have experienced no priming. The GRSK was compiled on both an explicit level (frequency-based agreement), as well as an implicit level (by means of response times). Since men and women are often portrayed in sexy advertising images in a traditional role, the impact of role priming on the accessibility to GRSK was also examined .The GRSC was documented both before and after priming. A total of 63 women between the ages of 18 and 39 years old were studied. The results could not confirm the hypothesis of the present study. A traditional, sexual priming on the explicit level resulted, with women, to the activation of their masculine role self-concept (MASC), in contrast, an egalitarian priming lead to an inhibition of MASC. At the implicit level, a traditional priming induced activation of FEM. It was shown that, in addition to sexual advertising images, both egalitarian and traditional representations in advertising images can have an impact on the accessibility of the GRSC.