Titelaufnahme

Titel
Zulässigkeit und Grenzen der Change of Control-Klausel / vorgelegt von Katharina Agnes Sorger
Verfasser/ VerfasserinSorger, Katharina Agnes
Begutachter / BegutachterinSchummer Gerhard
Erschienen2012
UmfangVIII, 65 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Aktiengesellschaft / Übernahmeangebot / Vorstandsmitglied / Anstellungsvertrag / Vertragsklausel / Österreich / Aktiengesellschaft / Übernahmeangebot / Vorstandsmitglied / Anstellungsvertrag / Vertragsklausel / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49407 Persistent Identifier (URN)
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Zulässigkeit und Grenzen der Change of Control-Klausel [0.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bei meinem Diplomarbeitsthema handelt es sich um ein aktuelles Thema, das in Österreich im Zuge der Notverstaatlichung der Hypo Alpe-Adria Bank AG zu einem medialen Aufschrei geführt hat. Hierbei wurde dem Vorstandsmitglied F. Pinkl auf Grundlage einer Change of Control-Klausel eine millionenschwere Abfindung gezahlt. Allgemein versteht man unter einer Change of Control-Klausel eine vertragliche Vereinbarung, die zwischen einer AG und ihrem Vorstandsmitglied geschlossen wird. Die Gesellschaft räumt dem Vorstandsmitglied für den Fall, dass es zu einem Kontrollwechsel kommen sollte, besondere Leistungen ein. Fakt ist, dass es diese Klausel auch in Österreich gibt. Das wirft drei Fragen auf: Ist eine Change of Control-Vereinbarung zulässig? Und, sollte sie zulässig sein: Innerhalb welcher Grenzen ist sie zulässig? Weiters: Welche Konsequenzen knüpfen sich an eine unzulässige Vereinbarung? Sowohl aus aktienrechtlicher Sicht, als auch aus übernahmerechtlicher Sicht kann eine Change of Control-Klausel nicht beanstandet werden, wenn der AR sich bei der Vereinbarung der Leistungszusagen an den Angemessenheitskriterien des § 78 AktG orientiert. Abgesehen von § 78 AktG spielt auch der Vereinbarungszeitpunkt der Klausel eine Rolle. Während die Vereinbarung im ursprünglichen Anstellungsvertrag von der Mehrheit als zulässig angesehen wird, besteht bei einem späteren Vereinbarungszeitpunkt keine Einigkeit. Sollte der AR eine unzulässige Leistungszusage vereinbaren, wird nach hA nur er und nicht auch das begünstigte Vorstandsmitglied zur Verantwortung gezogen. Mögliche Rechtsfolgen sind die Nichtigkeit der Vereinbarung, die Schadenersatzpflicht, die Abberufung und in drastischen Fällen eine strafrechtliche Verurteilung. Einer zivilrechtlichen Haftung könnte der AR durch Abschluss einer D&O-Versicherung oder uU durch Vorlage der Entscheidung an die HV entgehen. In strafrechtlicher Hinsicht wäre an die strafrechtliche Einwilligung und an einen entschuldbaren Rechtsirrtum zu denken.

Zusammenfassung (Englisch)

The theme of my thesis with the title ?Legitimacy and borders of a Change of control-clause? is a brand new topic in Austria. During the nationalisation of the Hypo Alpe Adria bank the board director Franz Pinkl got a compensation into the millions beased on a Change of control-clause.Generally a Change of control-clause is a contract between a corporation an his board director. The corporations gives the board director the promise,if the control in the company should the board director would receive a special payment.Fact is, there is a Change of control-clause in Austria. But what we don?t know is, if the clause is legal? And if yes, what?s its borders? Furthermore, which consequences are knot to a illegal clause?If the supervisory board keeps during the agreement of the special payment always § 78 AktG in mind, the payment will be legal. Apart from the high of the payment, the date of the agreement is also an important item. While most of the authors think that a change of control-agreement in an initially employment contract is legal, is no consilience related to the question of a later change of control-agreement. If the supervisory board gives the board director an illegal payment, most of the authors think that only the supervisory board has to take the consequences. Possible consequences could be the invalidity of the contract, compensation, the recall of the supervisory board and in drastic cases also a conviction. In case of a civil liability the supervisory board could get free, if there is a D&O-insurance and perhaps also if there is the possibility for the supervisory board to exhibit the decison of the payment to the general assembly. In case of criminal regard is a criminal consent and a error of law a thinkable possibility.