Titelaufnahme

Titel
Vergütungspolitik in Finanzinstituten - der Anwendungsbereich des § 39b BWG / von Bernhard Bärnthaler
Verfasser/ VerfasserinBärnthaler, Bernhard
Begutachter / BegutachterinJud Waldemar
Erschienen2012
Umfang60, [13] Bl. Anh. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Bank / Vergütung / Österreich / Bank / Vergütung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49391 Persistent Identifier (URN)
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Vergütungspolitik in Finanzinstituten - der Anwendungsbereich des § 39b BWG [0.46 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mit 1.1.2011 traten im österreichischen Bankwesengesetz einige neue Bestimmungen in Kraft, welche die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gewonnenen Lehren im Bereich der Vergütungspolitik umzusetzen suchen. Diese Arbeit widmet sich diesen Regelungen und versucht dabei vor allem ihren Anwendungsbereich zu definieren, also zu klären, welche österreichischen Finanzinstitute welche Bestimmungen zu beachten haben. Zunächst wird allerdings die Rolle, welche die Vergütungspraktiken der Finanzindustrie als einer der Auslöser der Finanzkrise spielten, erläutert. In der Folge gelingt es mit Hilfe verschiedener europarechtlicher Materialien, deren Anwendbarkeit in der österreichischen Rechtsordnung erst beleuchtet und schließlich bejaht wird, den Anwendungsbereich der Vergütungsbestimmungen des BWG näher zu bestimmen. Es wird klar, dass sowohl innerhalb des österreichischen Finanzsektors, als auch bankenintern, zwischen verschiedenen Kategorien von Mitarbeitern, eine differenzierte Anwendung der Regeln möglich ist. Insbesondere bewahrheiten sich die seitens der österreichischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken geäußerten Befürchtungen, mit der Erfüllung der neuen Vergütungsregeln womöglich überfordert zu sein, nicht. Jene für das Funktionieren des österreichischen Finanzsektors weniger wichtigen Finanzinstitute sind nämlich - unter der Aufsicht der FMA - vom Anwendungsbereich gewisser Vergütungsregeln ausgenommen. Eine Tatsache, die sicherstellt, dass die Vergütungsbestimmungen des BWG von den österreichischen Banken verhältnismäßig zu ihrer Größe und Systemrelevanz angewendet werden können und gleichzeitig dafür sorgt, dass diese im europäischen Wettbewerb nicht grundlos benachteiligt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

On 1.1.2011 various new regulations within the Austrian federal banking act came into effect, which are aimed at implementing several lessons learned during the financial crisis concerning remuneration. This paper deals with these provisions and is focused on defining their scope. In other words, it tries to clarify which Austrian financial institutions have to adhere to what rules. It starts, however. by examining the causal role particular remuneration practices played leading up to the financial crisis. Then, after consulting various European sources of law and confirming their applicability within the Austrian legal system in this case, the scope of the rules on remuneration is subsequently defined. It is shown that it is possible to implement the regulations in a way that allows for differentiated application between institutions, but also within the same institution, between different categories of employees. It is therefore clear that fears voiced especially by smaller savings and community banks in Austria, which had expressed their worry about being able to comply with the new rules, were largely unfounded. These institutions, which are less significant to the functioning of the Austrian financial sector, are - under the oversight of the Financial Market Authority - excluded from the scope of some of the rules on remuneration. It is this mechanism, called neutralization, which ensures that all the regulations on remuneration within the federal banking act are implemented by banks proportionately to their size and systemic importance, while at the same time making sure that those institutions are not handicapped relative to their European competitors.