Titelaufnahme

Titel
Soziale Ungleichheit im Sport : eine Reanalyse des International Social Survey Programme 2007 / Tanja Viktoria Rohrer
Verfasser/ VerfasserinRohrer, Tanja Viktoria
Begutachter / BegutachterinHaller Max
Erschienen2013
UmfangV, 71 Bl. : 2 Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Soziale Ungleichheit / Sport / Soziale Ungleichheit / Sport / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49174 Persistent Identifier (URN)
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Soziale Ungleichheit im Sport [1.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der Literatur wird der Einfluss von sozialer Ungleichheit auf das Sportverhalten kontrovers diskutiert. Ging man seit den 1970ern davon aus, dass Sport vorwiegend in den oberen Sozialschichten ausgeübt wurde, wird dieser Standpunkt in der neueren Debatte der Sportsoziologie angezweifelt. In Anbetracht dieser kontroversen Diskussion wird in dieser Arbeit anhand einer Reanalyse des International Social Survey Programme (ISSP) 2007 ?Leisure time and sports? überprüft, ob soziale Determinanten das Sportengagement auch heute noch beeinflussen. Die Überprüfung der These, mittels quantitativer Analysen, erfolgt zuerst gesondert für die österreichischen Daten des ISSP, ehe im Anschluss ein internationaler Vergleich der 34 untersuchten Länder die Frage beantworten soll, ob sich die soziale Ungleichheit im Sport in den einzelnen Ländern voneinander unterscheidet. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen, ob soziale Determinanten den Sportkonsum, sowie die Auswahl der einzelnen Sportarten, beeinflussen. Sowohl die Berechnungen für Österreich, als auch die Berechnungen für die 34 untersuchten Länder ergaben, dass die vertikalen Ungleichheiten im Sport weiterhin bestehen bleiben, während es bei den horizontalen Ungleichheiten, vor allem in Bezug auf das Geschlecht, in den einzelnen Ländern große Unterschiede gibt. So haben sich die Geschlechterdifferenzen in Österreich und vor allem in Nordeuropa weitgehend abgeschwächt, während in ärmeren Ländern (gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) Männer weitaus öfter Sport betreiben als Frauen. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beeinflusst auch die allgemeine Sportaktivität, so liegt die Sportaktivität in reicheren Ländern deutlich höher als in ärmeren. Was die Sportarten anbelangt, so ist die Sportartenauswahl in Österreich keine Frage des Sozialstatus mehr, sondern die Auswahl hängt stark von dem Geschlecht und dem Alter ab. Auch auf den Sportkonsum haben diese beiden Variablen einen starken Einfluss.

Zusammenfassung (Englisch)

In literature the influence of social inequality on sports behavior has been debated extensively. Since the 1970s it has been assumed, that members of the upper class do more sports than members of the lower and middle class, but this point of view is doubted in recent times. Considering this controversy, this thesis checks, based on a reanalysis of the International Social Survey Programme (ISSP) 2007 ?Leisure time and sports?, whether social factors still have an influence on the sport commitment. The review of the hypothesis is done by quantitative analysis, first for the Austrian data and afterwards an international comparison is made. The comparison should give an answer, if the social inequality on sports differs in separate states. This study considers the consumption of sports and the selection of different sport types, too. The findings showed, that for Austria as well as for the other 34 examined countries, the vertical disparities in sports still remain, whereas the horizontal disparities, especially the gender disparities, differ in the examined countries. In Austria and especially in Northern Europe the gender gap has closed, while in poorer countries (as measured by the gross domestic product per capita) men do more sports than women. The gross domestic product per capita affects the general sport activity too, the activity in rich countries is significantly higher than in poor countries. This study explores, that the selection of sport types in Austria does not depend on the social status, but sex and age have a big influence on it. These two variables affect the sport consumption, too.