Titelaufnahme

Titel
Erprobung eines Verfahrens zur Erhebung der morphologischen Bewusstheit und des Wortschatzes im Vorschulalter / Kathrin Kaus
Verfasser/ VerfasserinKaus, Kathrin
Begutachter / BegutachterinFink Andreas
Erschienen2013
Umfang89 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Vorschulkind / Wortschatz / Morphologie <Linguistik> / Vorschulkind / Wortschatz / Morphologie <Linguistik> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49116 Persistent Identifier (URN)
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Erprobung eines Verfahrens zur Erhebung der morphologischen Bewusstheit und des Wortschatzes im Vorschulalter [1.1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Probleme im Schriftspracherwerb können Menschen ein Leben lang begleiten und sich sowohl privat als auch beruflich auswirken. Umso wichtiger ist es daher, mögliche Einschränkungen so früh wie möglich zu erkennen und zu fördern. Obwohl sich in den letzten Jahren sehr viele Arbeiten mit möglichen Einflussfaktoren auf den Schriftspracherwerb befasst haben, ist es bis heute noch nicht gelungen, ein umfassendes Bild darüber zu erlangen. Diese Studie soll eine Vorarbeit für weitere Projekte leisten, in dem ein neuentwickeltes Verfahren zur Erhebung der morphologischen Kompetenz und des Wortschatzes im Vorschulalter (MorphB-V) erstmals empirisch erprobt wird. Insgesamt beteiligten sich 43 Kindergartenkinder im Alter von drei bis fünf Jahren an der Untersuchung. Bei den meisten Wortschatzaufgaben sollen die Kinder benennen was auf gezeigten Bildern dargestellt ist, die Aufgaben zur morphologischen Bewusstheit setzen sich größtenteils aus Sätzen zusammen, die die Kinder vervollständigen sollen. Die Durchführungsdauer betrug je nach Entwicklungsstand der Kinder ca. 40-55 Minuten. Bei der Berechnung der Testgütekriterien zeigten sich sehr zufriedenstellende Ergebnisse. Sowohl die Reliabilitätsindizes der Kennwerte des neuentwickelten Verfahrens (innere Konsistenz-Wortschatz = .76, innere Konsistenz-Morphologische Bewusstheit = .91), als auch der Zusammenhang der morphologischen Aufgaben mit einem bereits bestehenden Verfahren in diesem Bereich, dem Untertest ?Wortfamilien erkennen? aus dem Heidelberger Vorschulscreening, können als sehr zufriedenstellend bewertet werden (r = .53). Es zeigte sich weiters, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen den Wortschatzleistungen und der morphematischen Kompetenz gibt. Auch der Bildungsgrad der Eltern scheint mit den morphologischen Fähigkeiten der Kinder in Verbindung zu stehen. Diese erste Erprobung des neuen Verfahrens und die damit erzielten Ergebnisse geben Anlass für weitere umfassendere Untersuchungen bezüglich des MorphB-V.

Zusammenfassung (Englisch)

Difficulties with written language acquisition may accompany people for a lifetime and affect their private life and their work life. Therefore, it could be considered as extremely important to identify possible difficulties in this ability domain at the earliest possible stage in order to facilitate efficient intervention. Although some recent studies have examined potential reasons and potential influencing factors of difficulties in written language acquisition, no clear picture on this issue has been achieved yet.This study, which constitutes the basis for further projects, aims at developing and evaluating a test for the assessment of morphological awareness and vocabulary knowledge in preschool children. Forty-three children aged between 3 and 5 years participated in this study. In the applied morphological tasks children were required to complete (verbally) given sentences. The expressive vocabulary of the children was examined by naming given pictures. The study lasted between approximately 40 and 55 minutes, depending on each child`s developmental level. Both the reliability indices of the newly developed test scales of the MorphB-V (Chronbach`s Alpha - vocabulary = .76, Chronbach`s Alpha - morphological awareness = .91) and the correlations of the test scores with the subtest ?Wortfamilien erkennen? from the Heidelberger Vorschulscreening (r = .53) yielded a satisfactory picture of results. There were also positive correlations between expressive vocabulary knowledge and morphological awareness tasks. Another correlation was observed between the educational level of the parents and the morphological awareness skills of the children. These first promising results should be the basis for more comprehensive investigations of the MorphB-V.