Titelaufnahme

Titel
Gibt es einen direkten Einfluss der additiven HCG Gabe auf die Schwangerschaftsrate, Abortusrate und Geburtenrate im Rahmen des Lutealphasensupports bei Patientinnen mit niedriger Oozytenzahl / Andreas Fritzsche
Verfasser/ VerfasserinFritzsche, Andreas
Begutachter / BegutachterinPetek, Erwin
Erschienen2012
Umfang46 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Lutealinsuffizienz / Choriongonadotropin / Progesteron / Lutealinsuffizienz / Choriongonadotropin / Progesteron / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49085 Persistent Identifier (URN)
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Gibt es einen direkten Einfluss der additiven HCG Gabe auf die Schwangerschaftsrate, Abortusrate und Geburtenrate im Rahmen des Lutealphasensupports bei Patientinnen mit niedriger Oozytenzahl [1.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Lutealphase in den gesteuerten polyovulatorischen Zyklen der assistierten Reproduktion sind insuffizient und bedürfen der hormonellen Unterstützung.Diese abnormen Lutealphasen kommen vor allem durch die supraphysiologischen Konzentra-tionen von Steroiden zustande, die durch eine erhöhte Anzahl von Copora lutea erzeugt werden. Zur Substitution wird vor allem Progestern alleine, oral, parenteral oder vaginal verab-reicht, aber auch die direkte Unterstützung des Ovars mit HCG Gaben findet eine breite Anwendung. Diese HCG Gaben sind allerdings mit dem gesteigerten Risiko der ovariellen Über-stimulation verbunden.Um eine Wirksamkeit der additiven HCG Gabe zu beurteilen wurden 638 Patientinnen in zwei Gruppen mit unterschiedlichen Lutealphasensupport eingeteilt. Alle Patientinnen hatten bei der Punktion zwischen 3 und 7 Oozyten, so dass eine Gefährdung durch ein ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS) gering erscheinen mag.Gruppe 1 (N=255) wurde alleinig mit Progesteron vaginal (3x100mg) versorgt. Gruppe 2 (N=383) erhielt zusätzlich zur Progesterongabe dreimalig eine HCG Injektion (je 1500IE).Neben der Schwangerschaftsrate, der Abortusrate, der Progesteron- und Estradiolwerte, sowie der Geburtenrate wurde auch das Alter der Patientinnen und die unterschiedlichen Stimulationsschemata sowie das Auftreten eines Überstimulationssyndrom untersucht.Die Ergebnisse der einzelnen Parameter in beiden Gruppen zeigten keine Unterschiede auf, die statistisch signifikant waren.Bei der additiven HCG Gabe kam es aber häufiger zum Überstimulationsssyndrom (OHSS), so dass auch bei den low Respondern, im Gegensatz zur klinischen Routine, auf eine zusätzliche HCG Gabe verzichtet werden sollte.

Zusammenfassung (Englisch)

The luteal phase in controlled polyovulatoric cycles of assisted reproduction are insufficient and need hormonal support.These unusual luteal phases are mainly caused by the supraphysiologic concentrations of steroids which are generated by a raised number of Corpora lutea. For substitution progesterone, oral, parenteral or vaginal are widely used, but also the direct support of the Ovars with injec-tions of HCG find a wide use in clinical practice. However, these injections of HCG are connected with the increased risk of an ovarian hyper stimulation syndrome (OHSS).To judge an effectiveness of these additive HCG injection 638 patients were divided into two groups with different luteal phase support. All patients had between 3 and 7 oocytes, so that a risk may seem low to inherit an ovarian hyper stimulation syndrome (OHSS).Group 1 (N=255) was supplied solely with progesterone vaginal (3x100mg). Group 2 (N=383) received in addition to the vaginal progesterone a triple injection of HCG (1500IE each).Beside the pregnancy rate, the abortion rate, the progesterone and estradiol level, as well as the birth rate, the age of the patients and the different stimulation patterns as well as the ap-pearance of a ovarian hyper stimulation syndrome were also examined.The results of the single parameters in both groups indicated no differences which were statis-tically significant.However, with the additive use of HCG it came more often to the ovarian hyper stimulation syndrome (OHSS), so that even dealing with low responding patients, an additional use of HCG should be avoided in contrast to the clinical routine practice.