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Title
Zur Philosophie des Fremden : ausgehend vom "Problem des Anderen" und unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie von Bernhard Waldenfels / vorgelegt von Konrad Fellerer
AuthorFellerer, Konrad
CensorRinofner Sonja
Published2013
Description98 Bl. : 2 Zsfassungen
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Waldenfels, Bernhard / Fremdheit / Waldenfels, Bernhard / Fremdheit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-49079 Persistent Identifier (URN)
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Zur Philosophie des Fremden [0.67 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Diplomarbeit behandelt das Thema des Fremden in der Philosophie. Alltagsüberzeugungen gehen meistens davon aus, dass das Fremde ein leicht zu klärendes Phänomen ist und die Alltagssprache gibt Zeugnis über die häufige Verwendung des Wortes ?fremd". Bei genauerer philosophischer Analyse stößt man jedoch auf erhebliche Probleme. Welcher Zugang zum Fremden soll gewählt werden, wenn es einen solchen denn überhaupt gibt? Kann das Fremde im eigenen Sinnhorizont integriert werden oder widersetzt es sich Aneignungsversuchen? Wie soll auf das Fremde geantwortet werden? Diese Fragen verlangen eine Antwort und die soll in dieser Diplomarbeit gegeben werden. Ausgehend vom ?Problem des Anderen" soll das Wesen des Fremden erkannt werden. Der Andere erscheint uns in natürlicher Einstellung immer als einer, wie ich es bin. Er ist jedoch mehr als nur bloßes Analogon meiner selbst, denn er ist mir in seiner Subjektivität unzugänglich. Er ist das erste Fremde mit dem man sich konfrontiert sieht. Im Sinne von Edmund Husserl besteht das Wesen des Fremden deshalb im Paradoxon der ?Zugänglichkeit zum Unzugänglichen". Der erste Abschnitt dient somit der Annäherung an das Fremde durch die Analyse der Intersubjektivitätstheorie von Edmund Husserl. Als weitere Referenz wird Maurice Merleau-Ponty herangezogen. Der zweite Abschnitt ist dann eine Vertiefung in die Struktur des Fremden und steht im Zeichen der Ordnung. Hierbei wird speziell auf die Philosophie von Bernahrd Waldenfels zurückgegriffen, der als ?Philosoph des Fremden" bezeichnet werden kann. Der Fokus liegt hier auch auf dem Anspruch, den das Fremde an uns stellt. Der letzte Abschnitt hat dann deshalb auch praktische Bewandtnis, wenn das Verhältnis von Psychotherapie und fremden Phänomenen analysiert wird.

Abstract (English)

The present thesis deals with the theme of foreign phenomena in philosophy. Daily-belief-principles often assume that the alien is a phenomenon that is a minor problem, and the everyday language testifies the frequent use of the word "foreign". However, more precise philosophical analysis reveals significant problems. Which access should be chosen to foreign phenomena if there is indeed such access? Can foreign phenomena be integrated in the own horizon of sense or does it oppose attempts of acquisition? How should foreign be replied to? These questions demand answers and the answer should be given in this thesis. Starting from the "problem of the other" the essence of foreign phenomena should be recognized. The other seems to be like one of us in natural position. However, he is more than just mere analogue of me, because he is inaccessible to me in his subjectivity. He is the first example of a foreign phenomenon which we are confronted with. In terms of Edmund Husserl, the essence of the foreign phenomenon could therefore be found in the paradox of the "accessibility to the inaccessible". The first section is therefore the first step to the foreign phenomenon through the analysis of the inter-subjectivity theory of Edmund Husserl. Moreover Maurice Merleau-Ponty is used for further reference. The second section can be regarded as a step forward into the structure of the foreign phenomena. There we will be confronted with link between foreign phenomena and the order. This part is specifically referenced to the philosophy of Bernhard Waldenfels who can be described as the "Philosopher of foreign phenomena". Moreover this section will answer what kind of reaction the foreign provoke. Therefore the last section of my thesis also contains practical considerations, when we consider what link between psychotherapy and foreign phenomena exists.