Titelaufnahme

Titel
Die Exekutionsführung in die Rechte des Stifters der Privatstiftung / vorgelegt von Anna-Christina Siegl
Verfasser/ VerfasserinSiegl, Anna-Christina
Begutachter / BegutachterinNitsche Gunter
Erschienen2013
UmfangVI, 128 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Privatstiftung / Exekution <Prozessrecht> / Haftung / Österreich / Privatstiftung / Exekution <Prozessrecht> / Haftung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-48956 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die Exekutionsführung in die Rechte des Stifters der Privatstiftung [0.8 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Als das Privatstiftungsgesetz 1993 geschaffen wurde, war die Hauptidee die Schaffung eines ?eigentümerlosen? Gebildes. Dieses sollte durch die Vermögenswidmung des Stifters einen von diesem bestimmten Zweck dauerhaft, zielstrebig und besser verfolgen, als wenn das Vermögen weiter an das Schicksaal des Stifters und dessen Rechtnachfolger bzw einer Gesellschaft gebunden bliebe. Es erfolgt also eine Trennung der Rechtssphären des Stifters und der Stiftung, wodurch sich der Stifter eines meist beträchtlichen Teils seines Vermögens entledigt. Häufig wird darin eine nicht unwesentliche Schmälerung des Haftungsfonds des Stifters gegenüber seiner Gläubiger bzw Noterben gesehen.Nichts desto weniger ist es dem Stifter möglich sich wesentliche, eigentümerähnliche Einflussmöglichkeiten auf das Stiftungsvermögen zu erhalten. Diese Befugnisse basieren mehrheitlich auf den sog Stifterrechten. In dieser Arbeit wird nun also beleuchtet unter welchen Voraussetzungen es den Gläubigern des Stifters trotzdem möglich sein soll ihre Forderungen, mittels Zugriff auf das Stiftungsvermögen, zu befriedigen. Es werden zunächst also die Stifterrechte allgemein sowie jene welche dem Stifter die Verfolgung eigentümerähnlicher Interessen gewähren im speziellen beleuchtet. Auf dieser Grundlage wird sodann die Möglichkeit der Exequierbarkeit dieser Rechte durch die Stiftergläubiger va im Lichte des § 3 Abs 3 PSG erörtert.Da das PSG keine Gläubigerschutzbestimmungen vorsieht werden auch andere allgemeine Bestimmungen, welche zum Schutz der Gläubiger herangezogen werden können, diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

When in 1993 the law concerning private foundations was enacted, the main idea that was to be implemented was the creation of an "ownerless" structure, which by means of dedication of assets to a certain purpose assigned by the founder, was designed to serve the aforesaid indelibly, determinedly and better than in case of a continued attachment to the fate of the founder and his legal successors or a corporation, respectively. Accordingly, a separation of the legal spheres of the founder and the foundation takes place, by which the founder usually divests himself of a substantial part of his/her assets. Frequently, a private foundation is seen as a not insubstantial reduction of the liability deposit towards creditors and mandatory heirs. Nevertheless, the founder can maintain essential, owner-like influences on the endowment fund of the foundation. These legal powers are based in majority on the so called founder's rights.This thesis will explain under which conditions the founder's creditors will still be enabled to satisfy their claims by means of seizure upon the endowment fund of the foundation. Subsequently, the founder's rights in general as well as those which allow the founder to pursue owner-like interests are examined. On this basis, the possibility of attachability of these rights by the founder's creditors, mainly in respect to paragraph 3Abs3PSG is argued. Since the PSG does not include creditor's protection regulations, other general regulations, which can be used as a creditor's protection, are debated.