Titelaufnahme

Titel
Boden- und grundwasserhydrologische Untersuchungen zur Optimierung der künstlichen Grundwasseranreicherung Fluttendorf/Donnersdorf der Wasserversorgung Grenzland Südost / vorgelegt von Andreas Fank
Verfasser/ VerfasserinFank, Andreas
Begutachter / BegutachterinBirk Steffen
Erschienen2013
Umfang136 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Untere-Mur-Tal / Trinkwasserversorgung / Untere-Mur-Tal / Trinkwasserversorgung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-48870 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Boden- und grundwasserhydrologische Untersuchungen zur Optimierung der künstlichen Grundwasseranreicherung Fluttendorf/Donnersdorf der Wasserversorgung Grenzland Südost [7.05 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Magisterarbeit beschäftigt sich mit der Optimierung der Trinkwassergewinnung im Unteren Murtal. Die Talgrundwasserleiter stellen hervorragende Reservoirs für die Trinkwasserversorgung dar und die vorhandenen Flächen und Böden sind ideal für eine intensive landwirtschaftliche Ackernutzung geeignet. Daraus resultiert ein erhöhter Stickstoffeintrag in das Grundwasser.In den Murauen im Raum Fluttendorf wurde 2004 ein Grundwasservorkommen von sehr guter Qualität erschlossen. Allerdings überschritten 2006 zwei der vier Brunnenanlagen den Nitratgrenzwert von 50 mg/l. Eine sofortige Reduktion der Stickstoffdüngung würde aufgrund der spezifischen Gegebenheiten und der Verweilzeit von Nitrat in den Böden erst nach bis zu 20 Jahren zu einer Verbesserung führen.Zur kurz- bis mittelfristigen Lösung wurde dem Wasserverband Grenzland Südost eine Konsenserhöhung für die Brunnen Fluttendorf 2 und Donnersdorf 1 sowie die Errichtung einer künstlichen Grundwasseranreicherung wasserrechtlich bewilligt. Dabei wird Wasser mit niedriger Nitratkonzentration aus anderen Bereichen des Grundwasserkörpers in den Untergrund versickert. Dieses Wasser vermischt sich mit dem zuströmenden Grundwasser und trägt so zu einer Abminderung der Nitratkonzentration bei, sodass an den Entnahmestandorten Mischwasser als Trinkwasser entnommen werden kann.Zur Überprüfung der Wirksamkeit der Grundwasseranreicherung wurde ein Monitoring-Programm durch hydrologische Messungen, Probenahmen und chemische Analysen an 15 Probenahmestellen von Juli 2011 bis Dezember 2012 durchgeführt. Die gewonnenen Daten wurden im Tabellenkalkulationsprogramm EXCEL ausgewertet, grafisch aufbereitet und interpretiert. Die Ergebnisse von drei Monitoring-Phasen sind äußerst positiv zu bewerten: Zum einen wurden keine Nebeneffekte wie eine Beeinflussung der Hausbrunnen festgestellt, zum anderen ist die Nitratabsenkung höher als prognostiziert und bei den gegebenen hydrologischen Bedingungen mit etwa 50% zu beziffern.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the optimization of drinking water abstraction in the Lower Mur Valley. On the one hand the valley aquifers represent outstanding reservoirs for drinking water supply, on the other hand the available areas and soils are perfect for intensive agricultural landuse. This results in an increased nitrogen input into the groundwater.In the year 2004 high-quality groundwater resources were developed in the wetlands of the river Mur in the Fluttendorf area. In 2006 two out of the four newly constructed wells exceeded the threshold value of nitrate of 50 mg/l. Detailed investigations confirmed a connection with the agricultural landuse on the high terrace. An immediate decrease of nitrogen fertilization would improve the situation only in about 20 years, because of the specific conditions and the residence time of nitrate in the soils.In order to find a short- and middle-term solution the Waterboard Grenzland Südost was given the permission to increase the water withdrawal for the wells Fluttendorf 2 and Donnersdorf 1, as well as to build an artificial groundwater recharge site, where water with low nitrate concentration is infiltrated into the aquifer. This water is mixed with the local groundwater, thereby lowering the nitrate concentration at the abstraction wells.The effectiveness of the artificial groundwater recharge was monitored between July 2011 and December 2012 using hydrological measurements, water sampling and chemical analyses at 15 sampling points. The data was evaluated using MS EXCEL, graphically processed and interpreted.The results of three monitoring phases are extremely positive. No side effects like impact on domestic wells in Fluttendorf were observed and the reduction of the nitrate concentration was higher than previously estimated. Under the hydrologic conditions given during the monitoring period the reduction is found to be around 50%.