Titelaufnahme

Titel
Effekte des Alters auf Größen- und Interferenzverarbeitung : eine Strukturgleichungsmodell geleitete fMRT Analyse / Michael Poglitsch
Verfasser/ VerfasserinPoglitsch, Michael
Begutachter / BegutachterinWood Guilherme
Erschienen2013
Umfang109 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Alter / Hirnfunktion / Farbe-Wort-Interferenztest / Alter / Hirnfunktion / Farbe-Wort-Interferenztest / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-48812 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Effekte des Alters auf Größen- und Interferenzverarbeitung [5.74 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Mittelpunkt der vorliegenden Diplomarbeit steht die Messung des Alterseffekts auf die Aktivierungsmuster des Gehirns bei der Bearbeitung eines numerischen Stroop Paradigmas. Aus der Altersforschung ist bekannt, dass es mit zunehmendem Alter zu Veränderungen im Gehirn kommt (Salthouse, 2010). In der vorliegenden Arbeit werden die mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) aufgenommenen Aktivierungsdaten von 22 Personen, im Alter von acht bis 77 Jahren via Strukturgleichungsmodelle (SGM) analysiert. Mittels SGM ist der Alterseffekt auf verschiedene Aspekte hin untersucht worden. In der Auswertung der SGM werden nur bestimmte Gehirnareale verwendet. Basierend auf zwei Meta-Analysen zum numerischen Stroop Task von Fr. Katharina Lierschaft ist eine Auswahl von spezifischen Bereichen des Gehirns getroffen worden. Diese umfassen frontale und parietale Areale des Gehirns. Die erste SGM Variante beschäftigt sich damit, ob es einen Alterseffekt bezüglich Konflikt- beziehungsweise Interferenzverarbeitung gibt. Anhand der ausgewerteten Modelle zeigt sich ein negativer Zusammenhang zwischen Alter und den latenten Konstrukten ?Kongruenz-? und ?Distanzeffekt?. Die Auswertung der entsprechenden Strukturgleichungsmodelle ergibt, dass mit zunehmendem Alter die Ausprägung beider Effekte geringer wird. Wird der Einfluss des Alters statistisch unterdrückt, bewirkt dies eine schlechtere Modellanpassung. In den Modellvarianten zur Generalität des Alterseffekts zeigen sich die gleichen Ergebnisse, das heißt, auch wenn der Effekt des Alters auf den ?Kongruenz? beziehungsweise ?Distanzeffekt? nicht immer signifikant ist, sind dennoch die gleich Tendenzen zu erkennen. Hemisphärische Vergleiche konnten keine berechnet werden, da die entsprechenden Modelle nicht konvergieren. Zusammenfassend zeigen die ausgewerteten Modelle, dass Alter eine wichtige Einflussquelle ist und mittels der gewählten Methode in den vorliegenden fMRT Daten gefunden werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

The focus of this diploma thesis is the measurement of the effect of aging on the activation patterns of the brain during the processing of a numerical stroop paradigm. Research on aging reveals changes of brain activation over our live span (Salthouse, 2010). In this paper, the recorded functional magnetic resonance imaging (fMRI) activation data from 22 people, aged between eight and 77 years, are analysed via structural equation modelling (SEM). Various aspects of the aging influence are analysed via SEM. For this evaluation, only certain brain areas are used. Based on two meta-analyses on the numerical stroop task by Miss Katharina Lierschaft, a selection of specific areas of the brain has been made. These areas mostly involve frontal and parietal regions of the brain. The first SEM variation deals with the effect of aging on conflict- and interference processing. Results show a negative correlation between age and the latent constructs 'congruence' and 'distance' effect. The evaluation of the corresponding structural equation modelling shows that with increasing age the value of these two effects decreases. If the influence of aging is statistically suppressed, the model fit deteriorates. The second SEM type tries to measure if the effect of aging is general. Results show the same patterns as in the first model variation, although the effect of aging on the 'congruence' or 'distance' effect is not always significant. However, the same trendencies can be observed. Hemispheric comparisons could not be measured, because the corresponding models do not converge. In conclusion, the evaluated models show that aging is an important source of influence and can be in measured via SEM in the chosen fMRI data.