Titelaufnahme

Titel
West-östliche Begegnungen am Beipiel lateineuropäischer Gesandtschaften am russischen Zarenhof : von Sigismund von Herberstein bis Johann Korb / vorgelegt von Hartwig Ehrlich
Verfasser/ VerfasserinEhrlich, Hartwig
Begutachter / BegutachterinGiessauf Johannes
Erschienen2013
Umfang101 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europa / Russland / Gesandtschaft / Geschichte 1500-1700 / Europa / Russland / Gesandtschaft / Geschichte 1500-1700 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-48506 Persistent Identifier (URN)
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West-östliche Begegnungen am Beipiel lateineuropäischer Gesandtschaften am russischen Zarenhof [0.56 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Geht man davon aus, dass es zumindest eine einfache Form der Nachrichtenübermittlung und des Gesandtschaftswesens schon seit der Frühzeit der Menschheit gegeben hat, so nahm deren Bedeutung im Verlaufe des Mittelalters kontinuierlich zu. Vor allem Boten und Gesandte von geistlichen und weltlichen Herrschern waren für die Nachrichtenübermittlung von größter Wichtigkeit. Aufgrund der immer mannigfacheren Aufgaben wurden stetig neue Anforderungen an diese Personenkreise gestellt. Diese Entwicklung wird im ersten Teil der Arbeit dargestellt. Im weiteren Verlauf werden vier Autoren ausführlich behandelt, die aufgrund ihrer Tätigkeiten wesentliche Beiträge zur Darstellung des Gesandtschaftswesens zwischen Lateineuropa und dem Zarenreich geliefert haben. Die Rede ist von Sigismund von Herberstein, Petrus Petrejus, Adam Olearius und Johann Korb. Diese verfassten Darstellungen über ihre Gesandtschaften am moskowitischen Hof in Russland. Zweifellos haben ihre Werke zu einer Verfestigung der europäischen Vorstellungen über Russland zwischen den Jahren 1500 und 1700 beigetragen. Vor allem Sigismund von Herbersteins Moscovia, dessen Werk als Umfangreichstes seiner Art angesehen wird, kommt eine tragende Rolle zu. Die konkrete Gegenüberstellung ausgewählter Reiseabschnitte der Gesandtschaften dient der Diskussion und dem Vergleich des Erlebten. Mit einem historischen Längsschnitt als Methode lassen sich über einen bestimmten Zeitraum gesehen die Entwicklung desselben oder eines ähnlichen Sachverhaltes vergleichen und mögliche Veränderungen bzw. Entwicklungen feststellen. Ein gesonderter Blick wird am Ende der Arbeit auf die persönlichen Wahrnehmungen der Reisenden geworfen. Vor allem subjektiv anmutende Äußerungen der Autoren werden hierbei diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Despite the fact that transmitting messages was of most importance in human history it became more and more important in the ongoing Middle Ages. Especially messengers and ambassadors had to deliver messages for secular and clerical emperors and therefore were of most significance for them. Their main task was to deliver messages from one place to another. Gradually they got more and more duties and responsibilities which are discussed in the first part of this paper. Four authors, namely Sigismund von Herberstein, Petrus Petrejus, Adam Olearius and Johann Korb are dealt with in the second part of the thesis. They all wrote books in which they describe and discuss Latin-European delegations at the Russian court in Moscow between 1500 and 1700. People did not know a lot about Russia at that time and therefore the books had an immense influence on the readers. Sigismund von Herbersteins travelogue Moscovia was particularly significant for the European readership as it considerably deals with his voyages to Russia. The main aim of this paper is to compare and discuss selected passages from the four books between 1500 and 1700. Possible developments and changes are shown and debated by contrasting specific facts in the books to each other. A final conlcusion is drawn at the end of the paper in which individual experiences and judgements are discussed.