Titelaufnahme

Titel
Methodische und inhaltliche Analyse verbal-autonomer Diskrepanzwerte bei mentaler Beanspruchung / Vera Gößl
Verfasser/ VerfasserinGößl, Vera
Begutachter / BegutachterinSchwerdtfeger Andreas
Erschienen2013
UmfangGetr. Zählung : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Stressbewältigung / Stressbewältigung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-48186 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Methodische und inhaltliche Analyse verbal-autonomer Diskrepanzwerte bei mentaler Beanspruchung [2.12 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Unter verbal-autonomen Diskrepanzwerten versteht man die Differenz zwischen physiologischen und selbstberichteten Reaktionen auf einen Stressor, in diesem Fall mentaler Beanspruchung. Dabei wurden kardiovaskuläre Maße und Selbstberichte des Probanden zu Diskrepanzwerten verrechnet, welche mit Angstverarbeitung und erbrachter Leistung in Verbindung gebracht wurden. Nutzen und Sinnhaftigkeit dieser Methode galt es zu untersuchen. Im Kontext der erbrachten Leistung wurde ausgehend von Studien zur Körperwahrnehmung eine ungerichtete Form des Diskrepanzwertes eingeführt und als informativ nachgewiesen. Zudem wurde als methodische Alternative zum Diskrepanzwert der Nutzen verbal-autonomer Interaktionsterme untersucht. Für die Studie wurde 115 Pilotenanwärtern ein Fragebogen zur Erfassung der kognitiven Vermeidung als individueller Angstbewältigungsstil vorgegeben und es wurde mentale Beanspruchung mittels Vorgabe einer Mehrfacharbeitsaufgabe induziert. Die Beanspruchung wurde anhand selbstberichteter Beanspruchung bzw. Erregung und kardiovaskulärer Maße in Form von Herzrate, Herzratenvariabilität sowie systolischer und diastolischer Blutdruck erhoben. Ein Vergleich basierend auf Korrelationsanalysen zeigte, dass Diskrepanzwerte zwischen Herzrate und subjektiver Erregung bezüglich der erbrachten Leistung signifikant mehr Zusammenhang mit der erbrachten Leistung aufwiesen als deren Einzelkomponenten. Regressionsbasierte Analysen identifizierten zusätzlich die Diskrepanzwerte zwischen systolischem Blutdruck und subjektiver Beanspruchung bzw. Erregung verglichen mit deren Einzelkomponenten als beste signifikante Prädiktoren in Bezug auf kognitive Vermeidung. Eine Interaktion zwischen systolischem Blutdruck und subjektiver Beanspruchung bzw. Erregung konnte nur für das Kriterium kognitive Vermeidung nachgewiesen werden. Aufgrund geringer Effektstärken in allen Analysemodellen bleibt die Verwendung von Diskrepanzwerten fraglich.

Zusammenfassung (Englisch)

Verbal-autonomic discrepancy scores are used to indicate the difference between physiological and self-reported responses to a stressor, in this study mental workload. Cardiovascular and subjective measures of the subjects were allocated to discrepancy scores, which were associated with both coping with anxiety and achieved performance. The remit was to investigate whether the use of a discrepancy score is justified and whether it serves as an indicator of the foregoing criteria. In the context of performance, an undirected form of discrepancy scores was derived on the basis of studies investigating bodily perception and was proofed to be informative. Furthermore, the benefit of using verbal-autonomic interaction terms as a methodical alternative to discrepancy scores was investigated. For this study, 115 pilot candidates completed a questionnaire assessing their individual coping style. Also, their mental workload was examined by means of subjective measures of workload and arousal on the one hand, and cardiovascular measures in terms of heart rate, heart rate variability, systolic and diastolic blood pressure on the other. Comparisons on the basis of correlation coefficients have shown that discrepancy scores between heart rate and subjective arousal were significantly more related to achieved performance than their individual components. Moreover, regression analyses identified the discrepancy scores between systolic blood pressure and subjective workload or arousal in comparison to their individual components as best significant predictor of avoidant coping. An interaction between systolic blood pressure and subjective workload or arousal could be confirmed only in the context of avoidant coping style. Due to the small effect sizes of all regression models, the use of discrepancy scores still remains doubtful.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 85 mal heruntergeladen.