Titelaufnahme

Titel
Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Nachwirkung von Kollektivverträgen / von Marc Huber
Verfasser/ VerfasserinHuber, Marc
Begutachter / BegutachterinFriedrich Michael
Erschienen2013
UmfangXI, 73 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Kollektivvertrag / Österreich / Kollektivvertrag / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-48124 Persistent Identifier (URN)
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Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Nachwirkung von Kollektivverträgen [0.52 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Kollektivvertrag ist ein wesentlicher Bestandteil des österreichischen Arbeitsrechts. Diesen Umstand unterstreicht das Rechtsinstitut der Nachwirkung im Sinne des § 13 ArbVG, indem die Rechtswirkungen des Kollektivvertrages für die Zeit nach seinem Erlöschen für die davor erfassten Arbeitsverhältnisse zeitlich begrenzt und der Dispositivität unterliegend erstreckt werden. Die Auseinandersetzung mit dieser für das Kollektivvertragsrecht fundamentalen Norm des § 13 ArbVG wirft einige Rechtsfragen auf. Das betrifft vor allem auch den Bereich der Kollektivvertragsfähigkeit und Kollektivvertragsunterworfenheit. Die Nachwirkung von Kollektivverträgen ist durch die Kündigung von Kollektivverträgen im Zuge der Umstrukturierung der AUA bzw Tyrolean Airlines neuerlich in den Blickwinkel juristischer Abhandlungen geraten. Für die Beurteilung des Falls, dass ein Kollektivvertrag vor Betriebsübergang bereits erloschen ist und somit bloß nachwirkt, stellt sich insbesondere die Frage des Verhältnisses zwischen den §§ 13 bzw 8 Z 2 ArbVG und § 4 AVRAG. Dazu gibt es unterschiedliche Lehrmeinungen. Jüngste Stimmen im Schrifttum geben Anlass zur Feststellung, dass es beim Betriebsübergang, der zeitlich erst im Nachwirkungsstadium der betroffenen Kollektivverträge stattfindet, zu keinem Kollektivvertragswechsel mehr kommen soll. Der § 13 ArbVG begründet keine Kollektivvertragsangehörigkeit, sondern schützt die übergehenden Arbeitsverhältnisse grundsätzlich vor Regelungs- und Schutzlücken die mit dem Betriebsübergang einhergehen können.

Zusammenfassung (Englisch)

The collective agreement is an integral part of the Austrian labor law. This circumstance is underlined by the legal institution of the aftereffect in the sense of § 13 ArbVG as the legal effects of the collective agreement are in a dispensable manner extended for the period after the collective agreement has lapsed for the previously recorded working relationships until a new collective agreement or bargaining agreement comes into effect. The evaluation of § 13 ArbVG as a fundamental legal standard for the collective contract law, raises some legal questions. This applies in particular to the field of collective bargaining ability and the question of being a subject to collective agreements. Since the termination of collective agreements in connection with the restructuring of AUA and Tyrolean Airlines, the aftereffect of collective agreements is again subject to different legal opinions. For the assessment of the case, that a collective agreement has already expired before transfer of business takes place and it is therefore only lasting aftereffect, specially arises the question of the relationship between §§ 13 or 8 Z 2 ArbVG and § 4 AVRAG. There are different opinions among legal scholars. Recent opinions lead to the conclusion, that a transfer of business, that takes place while the collective agreements are already in the phase of aftereffect, cannot cause a collective bargaining change. § 13 does not create a collective agreement affiliation, but it protects the transferred employment conditions generally prior to protection gaps and deteriorations that can be associated with the transfer of business.