Titelaufnahme

Titel
Das Sachwalterbestellungsverfahren und die Entstehung der Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger / eingereicht von Kerstin Stadlmann
Verfasser/ VerfasserinStadlmann, Kerstin
Begutachter / BegutachterinFerrari, Susanne
Erschienen2012
UmfangX, 106 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Sachwalterschaft / Angehöriger / Österreich / Sachwalterschaft / Angehöriger / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-47894 Persistent Identifier (URN)
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Das Sachwalterbestellungsverfahren und die Entstehung der Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger [2.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In Österreich gibt es für betroffene Personen zwei wichtige Formen der Vertretung, wenn sie ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst besorgen können. Die Vertretung übernimmt entweder der Sachwalter oder der vertretungsbefugte nächste Angehörige, wenn die betroffene Person psychisch krank oder geistig behindert ist und Angelegenheiten zu besorgen sind. Eine Sachwalterbestellung erfordert zusätzlich die Gefährdung des Wohls der betroffenen Person. Das Sachwalterbestellungsverfahren ist in den §§ 117 bis 129 AußStrG geregelt. Das Bestellungsverfahren kann nur die betroffene Person selbst beantragen. Dritten kommt nur ein Anregungsrecht zu. Zum Sachwalter können nahestehende geeignete Personen, Rechtsanwälte, Notare, Sachwaltervereine oder andere geeignete Personen bestellt werden. Der Sachwalter wird mittels Gerichtsbeschluss bestellt.Die Vertretungsbefugnis nächster Angehörige wurde mit dem SWRÄG 2006 eingeführt. Der Gesetzgeber wollte speziell für Familienangehörige eine Vertretungsmöglichkeit schaffen. Die Vertretungsbefugnis ist in den §§ 284b bis 284e ABGB geregelt. Kinder, Eltern, Eheleute, eingetragene gleichgeschlechtliche Partner und Lebensgefährten sind vertretungsbefugt. Die Vertretungsbefugnis entsteht ex lege. Nach erfolgreicher Eintragung in das ÖZVV, bekommt der Angehörige eine Registrierungsbestätigung. Unglücklicherweise ist diese Form der Vertretung in der Bevölkerung relativ unbekannt. Das größte Problem ist, dass die Vertretungsbefugnis nicht überwacht wird. Diese neue Vertretungsform zielt darauf ab, den rasanten Anstieg an neuen Sachwalterbestellungsverfahren einzudämmen. Fazit: Die nächsten Angehörigen erhalten eine rechtliche Absicherung für ihre familiäre Unterstützung. Mangels Kontrolle und Regelungen bezüglich des Innenverhältnisses ist die Akzeptanz in der Bevölkerung gering. Nach wie vor erzeugt das Sachwalterbestellungsverfahren mehr Rechtssicherheit.

Zusammenfassung (Englisch)

In Austria there are two possibilities of representation for affected people, who are not able to mind on her own business no longer. The representation takes over either the custodian or the authorized representator by next of kin, if the affected person is mentally disturbed or mentally handicapped and businesses are to do. Additional for the appointment of custodian an endangering of his good is necessary. The appointment procedure of a custodian is governed in the §§ 117 right to 129 AußStrG. Only the affected person is allowed to apply for the beginning of the appointment procedure. Another people are only entitled to suggest it. Suitable closed people, lawyer, notaries, associations of custodian or other suitable people are appointed. The custodian is appointed by resolution of the tribunal.The representation by next of kin was introduced by the SWRÄG 2006. The legislation wanted to create a possibility of representation especially for members of the family. The development and the authorized representation by next of kin is governed in the §§ 284b right to 284e ABGB. Children, parents, married couple, registered partner of same sexes and lifetime companions are authorized to representate. The authorized representation developed ex lege. After successful registration in the ÖZVV, the next of kin receives a confirmation of registration. Unfortunately this form of representation is relative generally unknown within the population. One of the most problem is, that the representation by next of kin doesn`t got observed. This new form of representation is aimed to stop the fast escalate of appointment procedures of custodians. Conclusion: Next of kin receive a legal coverage for their familiar support. In default of supervision and rules concerning relationship between the affected person and the next of kin, the acceptance within the population is very insignificant. The appointment procedure of a custodian still creates more legal certainty.