Titelaufnahme

Titel
Geschlechtsunterschiede bei Zahnbehandlungsphobiker/innen unter Symptomprovokation mit verschiedenen Aufmerksamkeitsinstruktionen: eine fMRT Studie / Dominik Cengar
Verfasser/ VerfasserinCengar, Dominik
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne
Erschienen2013
Umfang97 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Ablenkung / Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Ablenkung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-47737 Persistent Identifier (URN)
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Geschlechtsunterschiede bei Zahnbehandlungsphobiker/innen unter Symptomprovokation mit verschiedenen Aufmerksamkeitsinstruktionen: eine fMRT Studie [0.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Phobiker wiesen bei passiver Symptomprovokation eine stärkere DLPFC Aktivierung, sowie eine stärkere frontale Positivität im EEG verglichen mit Phobikerinnen auf. Möglicherweise richten Phobiker mehr willentliche Aufmerksamkeit auf phobierelevante Reize. Der Nucleus caudatus der Phobikerinnen war stärker aktiviert als bei den Phobikern. Dies könnte auf eine stärkere Reiz-Reaktionsassoziation zurück zu führen sein. Mit steigender emotionaler Beteiligung steigt auch die Aktivierung in der rechten posterioren Insula linear an. Die Aktivierung der anterioren Insula der Amygdala des ACC, und des PFC variierte nicht systematisch. Methode: Insgesamt 38 Phobiker/innen und 41 Kontrollen wurden während einer fMRT - Messung Bilder von Zahnbehandlungen und neutrale Bilder präsentiert. Während der Darbietung mussten die Proband/innen entscheiden, ob eine Linie im Vordergrund waagrecht ausgerichtet war (Ablenkung), ob das Bild mit dem Zahnarzt assoziiert ist (Kategorisierung) oder ob sie beim Betrachten des Bildes Angst vor Schmerz verspüren (Schmerzverarbeitung). Ergebnisse: Die Phobiker/innen zeigten in der Ablenkungsbedingung und der Kategorisierungsbedingung eine stärkere Aktivierung, vor allem frontaler Areale, im Vergleich zu den Kontrollen. Die Phobiegruppe zeigte in der Ablenkungsbedingung die meiste Aktivierung, die Kontrollen hingegen in der Schmerzverarbeitungsbedingung. Die Phobiker zeigten in der Ablenkungsbedingung eine stärkere Aktivierung des rechten OFC im Vergleich zu den Phobikerinnen. Schlussfolgerungen: Die Phobiebilder störten die Phobiker/innen bei der Durchführung der Ablenkungs- und Kategorisierungsbedingung. Dies zeigte sich in einer stärkeren Aktivierung in Angst und aufmerksamkeits-relevanten Arealen im Vergleich zu den Kontrollen. Die stärkere Aktivierung des OFC der Phobiker verglichen mit den Kontrollen in der Ablenkungsbedingung könnte auf eine stärkere Aufmerksamkeitslenkung der Phobiker auf die Zahnarztreize hin deuten.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Male dental phobics showed a greater DLPFC activation when looking at dental pictures compaired to female dental phobics. Male phobics might focus more on phobia relevant stumuli. Also the nucleus caudatus of female compaired to male dental phobics was stronger activated. Female dental phobics have a greater stimuli-reaction assoziation than men. With growing emotional involvement the activation of the somatosensory cortex and the right posterior Insula is growing linearly. The activation of the anterior Insula, the Amygdala, the ACC and the PFC varied not systematical. Method: 18 male and 20 female phobics as well as 21 male and 20 female non-phobics (control group) were shown pictures of dental treatment while a fMRI session. The participants had to decide whether a line in front of the pictures was horizontal (distruction) or if the picture shows a dental treatment (categorization) or if they experience fear of pain (fear). Results: The phobics compaired to the controle group showed in the distruction and kategorisation task a greater brain activation, especially in frontal regions. The phobics showed the greatest activation in the distruction task. The control group showed the greatest activation in the fear task. Male phobics had a greater activation of the right OFC in the distruction task compaired to the female phobics Conclusions: The phobic pictures interfered the phobic group in the implementation of the distruction and categorization tasks. Therefore they showed a greater activation of fear and attention relevant areas compaired to the non-phobics. The reason for the greater OFC activation of the male compared to the female dental phobics might be because of more direct attention to the phobic stimuli.