Titelaufnahme

Titel
Welches Jeden ein Exempel sey, zu Meiden solche Teiffeley : die Hexenverfolgung am illustrierten Flugblatt der Frühen Neuzeit / vorgelegt von Doris Gruber
Verfasser/ VerfasserinGruber, Doris
Begutachter / BegutachterinHaug-Moritz Gabriele
Erschienen2013
Umfang195 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Hexenverfolgung / Flugblatt / Geschichte 1530-1690 / Hexenverfolgung / Flugblatt / Geschichte 1530-1690 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-47667 Persistent Identifier (URN)
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Welches Jeden ein Exempel sey, zu Meiden solche Teiffeley [13.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Hexenverfolgung der Frühen Neuzeit fielen etwa fünfzig bis sechzigtausend Menschen zum Opfer, darunter befanden sich Frauen, Männer und Kinder. Die illustrierten Flugblätter haben dazu beigetragen, die zeitgenössischen Vorstellungen von Hexerei zu verbreiten und somit die darauf basierenden Verfolgungen anzutreiben. Denn sie haben das Phänomen der Hexerei als Realität dargestellt. So wurden die Vorstellungen von Teufelspakt, Schadenszaubern, Hexenflug und ?sabbath, sowie Werwolfsverwandlungen durch sie zur Wirklichkeit, da sie den Hexen und Zauberern nicht bloß Namen, sondern auch Gesichter gaben.Die Flugblätter zur Hexenverfolgung fallen in eine Krisenzeit, die durch soziale, politische, ökonomische und ? vor allem ? klimatische Veränderungen ausgelöst wurde. Das vermehrte Aufkommen der ?teuflischen Hexenrotte?, sowie andere ungewöhnliche Phänomene der Krise wurden als ?Prodigien? bezeichnet. Diese galten als Vorzeichen und Belege für das in der christlichen Vorstellung nahende Ende der Welt, die Apokalypse. Gleichzeitig hat ihr Aufkommen zusätzlich das Krisenbewusstsein verschärft.In diesem Sinne erfüllten die Flugblätter auch einen herrschaftsstabilisierenden Zweck. Das Hauptaugenmerk aller vierundzwanzig dieser Arbeit zugrundeliegenden Flugblätter liegt sowohl im Text- als auch im Bildteil auf den von den Obrigkeiten ausgeführten Strafen für ?Zauberey?. Durch diese Strafen demonstrierten einerseits die Obrigkeiten ihre Macht der strafrechtlichen Verfolgung, andererseits erfuhren aber auch die ?Untertanen? Genugtuung, für die von ihnen ? im Falle der Hexerei zumindest in der Vorstellung ? erlittenen Missetaten, sodass die Herrschaft sowohl von ?oben? als auch von ?unten? bestätigt wurde.

Zusammenfassung (Englisch)

About fifty to sixty thousand people died in the witch-hunt of Early Modern Times. Among them were women, men, and children. The illustrated broadsheets helped to spread the contemporary ideas of witchcraft, and consequently drove the persecution, as they presented witchcraft as reality. Since not only names, but also faces of the witches and sorcerers were given, the notions of the pact with the devil, harmful spells, the witches? flight and Sabbath, as well as the transformation into werewolves became reality.Moreover, the broadsheets on the witch-hunt appeared at a time of crisis, triggered by social, political, economic and ? most of all ? climate changes. It was claimed that the rising number of ?evil witch-rot?, in addition to other unusual phenomena from this crisis, were ?prodigia?. They were regarded as a sign and proof of the ultimate end in the Christian conception of the world: the apocalypse. At the same time their presence strengthened consciousness of the crisis.In this sense the broadsheets also served the purpose of stabilizing the authorities rule. All of the twenty-four broadsheets underlying this thesis pay in word and image particular attention to the punishments for witchcraft, imposed by authorities. On the one hand these punishments demonstrated the power of authorities in criminal prosecution, and on the other hand the ?subjects? received recompense for their sufferings, which they had ? in case of sorcery at least imaginary ? gone through. This confirmed the power of authorities from ?top? and ?bottom?.