Titelaufnahme

Titel
Die Verpflichtungen Österreichs aus der EMRK aus asylrechtlicher Sicht am Beispiel von Art. 3 EMRK / von Clarissa Lechner
Weitere Titel
Austrians obligation under the ECHR from an asylum law perspective using the example of Art. 3 ECHR
Verfasser/ VerfasserinLechner, Clarissa
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang
Erschienen2012
Umfang90 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Asylrecht / Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4> / Österreich / Asylrecht / Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46936 Persistent Identifier (URN)
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Die Verpflichtungen Österreichs aus der EMRK aus asylrechtlicher Sicht am Beispiel von Art. 3 EMRK [0.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

zum ersten Mal über die Dublin-II-VO geurteilt wurde. Darin wurden Griechenland und Belgien verurteilt, weil ein Asylsuchender aufgrund der Dublin-II-VO von Belgien nach Griechenland rücküberstellt wurde. In diesem Zusammenhang wurden seine Rechte aus der EMRK, insbesondere das Refoulement-Prinzip des Art. 3, verletzt.Dieses Urteil wird zum Anlass genommen in der vorliegenden Arbeit die Verpflichtungen der Mitgliedstaaten, insbesondere Österreichs, in Bezug auf die asylrelevanten Bestimmungen der EMRK zu untersuchen. Im Zentrum der Betrachtungen stehen dabei vor allem die Dublin-II-VO und das Non-Refoulement Prinzip des Art. 3 EMRK. Die konkrete Problemstellung ergibt sich aus der anscheinenden Unvereinbarkeit des Refoulement-Schutzes mit der Dublin-II-VO, wenn Mitgliedstaaten den europarechtlichen Verpflichtungen nicht nachkommen können. Dabei kommt es zu einem Konflikt zwischen den völkerrechtlichen Verpflichtungen der Mitgliedstaaten aus der EMRK und ihren unionsrechtlichen Verpflichtungen aus dem Dublin-System.Im ersten Teil der Arbeit werden die Schutzmechanismen für Asylsuchende auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene vorgestellt. Asylharmonisierungsbestrebungen und ein einheitliches Schutzniveau auf europäischer Ebene soll dabei durch ein ?Gemeinsames Europäisches Asylsystem? (GEAS) erreicht werden. Wie der zweite Teil der Arbeit zeigt, wurde das Asylrecht auf europäischer Ebene noch nicht ausreichend harmonisiert, da unterschiedliche Praktiken in den Dublin-Mitgliedsstaaten dazu führen können, dass Rechte Schutzsuchender systematisch verletzt werden. Dies wird an der Judikatur des EGMR und EuGH mit Blick auf die Asylsituation in Griechenland deutlich.Schließlich beschäftigt sich der abschließende Teil der Arbeit mit der Auswirkung der Spruchpraxis des EGMR und EuGH auf die europarechtlichen und nationalen Ausgestaltungen der Rechtsprechung.

Zusammenfassung (Englisch)

On January 21, 2011, the Grand Chamber of the ECtHR issued the ?MSS?-landmark decision regarding the Dublin II Regulation. Therein, Greece and Belgium were convicted due to the return of an asylum-seeker from Belgium to Greece in the scope of the Dublin II Regulation. In this regard rights under the ECHR were violated, in particular the principle of non-refoulement of Article 3. The Dublin II Regulation is used as an opportunity to examine the obligations of Member States, in particular Austria, relating to the asylum provisions of the ECHR. The subjects of examination are mainly the Dublin II Regulation and the non-refoulement principle of article 3 ECHR.The problem arises from the apparent incompatibility of refoulement protection in the scope of the Dublin II Regulation if Member States fail to comply with European law obligations. It is a conflict between the international obligations of Member States under the ECHR and their European legal obligations under the Dublin system. In the first part, the protection measures for asylum seekers at an international, European and national level will be presented. Asylum harmonization efforts and a unified level of protection at the European level are to be achieved by a "Common European Asylum System" (CEAS).The second part of the work shows that the asylum law at the European level has not been sufficiently harmonized, as different practices in the Dublin Member States may lead to systematic violations of the rights of asylum seekers. This is demonstrated by the case law of the ECtHR and the ECJ with regard to the asylum situation in Greece.Finally, the last part of the thesis deals with the impact of the case law of the ECtHR and the ECJ on the European and national level.

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