Titelaufnahme

Titel
Die Richtlinie 2011/61/EU über die Verwalter alternativer Investmentfonds : eine gelungene Regulierung zur Verhinderung systematischer Krisen innerhalb des europäischen Finanzmarktes oder eine überzogene Reaktion auf die Wirtschaftskrise? / von Martin Pichler
Weitere Titel
Directive 2011/61/EU on Alternative Investment Fund Managers
Verfasser/ VerfasserinPichler, Martin
Begutachter / BegutachterinBoric Tomislav
Erschienen2012
UmfangV, 123 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Kreditmarkt / Regulierung / Europäische Union / Kreditmarkt / Regulierung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46870 Persistent Identifier (URN)
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Die Richtlinie 2011/61/EU über die Verwalter alternativer Investmentfonds [1.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die AIFM-RL 2011/61/EU stellt eine der meist diskutierten Richtlinien der letzten Jahre dar. Unter dem Einfluss der Finanzkrise 2007 ist es erklärtes Ziel der EU-Kommission, den europäischen Finanzmarkt neu zu gestalten, um zukünftige Krisen zu verhindern. Einen Teil dieses groß angelegten Projekts stellt die am 21.7.2011 in Kraft getretene AIFM-RL dar, welche den bisher weitgehend nicht reglementierten, alternativen Investmentsektor mit einem Schlag reguliert. Dabei umfasst die RL neben bewährten, bereits aus anderen Regulativen bekannten Vorschriften, völlig neue Ansätze bzw Vorschriften, welche nun auf die Marktteilnehmer zukommen werden. Der Anwendungsbereich der AIFM-RL definiert sich negativ mittels Ausschlussprinzip. Alle Fondstypen, welche nicht unter den Anwendungsbereich der OGAW-RL fallen, sind alternative Investmentfonds (AIF) und unterliegen damit der AIFM-RL. Aus diesem ?one size fits all?-Ansatz resultiert der sehr weite Anwendungsbereich. Ziel ist es, die von AIF bzw deren Verwaltern ausgehenden (systemischen) Gefahren für den europäischen Finanzmarkt einzugrenzen. Daher sind ab der Umsetzung der Richtlinie, welche von den Mitgliedsstaaten der EU bis zum 22.7.2013 durchzuführen ist, so gut wie alle Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM) von den neuen Vorschriften erfasst und müssen sich zum Teil mit erheblichen Neuerungen bis hin zu Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle auseinandersetzen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die alternative Investmentbranche massive Kritik an der AIFM-RL übte bzw noch immer übt und für die Zukunft große Wettbewerbsnachteile für den europäischen Finanzmarkt im internationalen Vergleich fürchtet. In der vorliegenden Arbeit wird versucht, neben einer inhaltlichen Auseinandersetzung, die Frage zu klären, ob es sich bei der AIFM-RL um ein sinnvolles, zur Vermeidung systemischer Krisen geeignetes Regulativ handelt, oder ob diese nur aufgrund der Wirtschaftskrise, gepaart mit politischer Motivation, erlassen wurde.

Zusammenfassung (Englisch)

The AIFM Directive 2011/61/EU is one of the most discussed directives in recent years. Under the influence of the financial crises, it is the declared goal of the European Commission to reorganize the European financial market in order to prevent future crises. A part of this large-scale project is the AIFMD, which entered into force on 7/21/2011. That regulates the widely unregulated, alternative investment industry in one fell swoop. Beside proven, familiar rules known from other provisions, the AIFMD contains entirely new approaches or regulations market participants will have to deal with. The scope of the AIFMD is defined negatively by the exclusion principle. All types of funds, which do not fall within the scope of the UCITS Directive, are alternative investment funds (AIF) and therefore subject to the AIFMD. This ?one size fits all?-approach results in a very wide scope. It is the declared goal to minimize the (systemic) risks emanating from the AIF and their managers to the European financial market. Therefore from the date of the implementation of the AIFMD, which has to be accomplished by the member states by 7/22/2013, almost all AIFM will be covered by the directive and have to deal with significant changes through to changes in their business models. It is therefore not surprising that the alternative investment industry exerted massive criticism of the AIFM Directive or is still practicing and fears a serious competitive disadvantage for the European financial market in international comparison for the future. In the present master thesis is an attempt, besides a substantive treatise, to clarify the question of whether the AIFMD is a meaningful appropriate regulation, to avoid systemic crises, or whether was adopted, just because of the economic crisis, coupled with political motivation.

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