Titelaufnahme

Titel
Erinnerungsarbeit und Identitätskonstruktion am Beispiel der kommunistischen Widerstandskämpferin und Zeitzeugin Maria Cäsar / vorgelegt von Malaika Tschirko
Verfasser/ VerfasserinTschirko, Malaika
Begutachter / BegutachterinEberhart Helmut
Erschienen2013
Umfang204 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterCäsar, Maria / Cäsar, Maria / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46800 Persistent Identifier (URN)
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Erinnerungsarbeit und Identitätskonstruktion am Beispiel der kommunistischen Widerstandskämpferin und Zeitzeugin Maria Cäsar [31.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Volkskunde hat bisher kaum mit lebensgeschichtlichen Erzählungen von WiderstandskämpferInnen gegen den Nationalsozialismus gearbeitet. Diese Arbeit ist daher ein Versuch dieses Versäumnis nachzuholen. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Lebensgeschichte einer kommunistischen Widerstandskämpferin die seit den Achtzigerjahren als Zeitzeugin in Schulen und Bildungseinrichtungen tätig ist. Den Fokus machen insbesondere die Erfahrungen der Zeitzeugin in Zusammenhang mit dieser Erinnerungsarbeit aus. Es geht um die Frage wie Maria Cäsar dazu kam ihre persönliche Lebensgeschichte einer breiten Öffentlichkeit darzulegen und warum sie damit bis heute besonders die Gruppe der Jugendlichen anzusprechen versucht. Anhand zahlreicher Interviews mit der Zeitzeugin selbst sowie mit einigen ihrer engsten WegbegleiterInnen und Familienmitgliedern wurde versucht darzustellen, wie ihre Erfahrungen durch besagte Tätigkeiten Maria Cäsars Identitätskonstruktion bis heute beeinflussen. Auf ein einleitendes Kapitel zum aktuellen Forschungsstand der biographischen Forschung mit Kriegserinnerungen folgt eine intensive Methodenreflexion. Der letzte Teil der Arbeit widmet sich der Zeitzeugin selbst. Ihre Biographie wird anhand identitätsstiftender Tätigkeitsfelder der ehemaligen Widerstandskämpferin nach dem zweiten Weltkrieg dargestellt und ihre aktuelle Identitätskonstruktion herausgearbeitet.

Zusammenfassung (Englisch)

To this day the "german folklore" has hardly worked with biographical narratives of resistance fighters against the Nazis. This thesis is an attempt to comply this omission. The biography of a communist resistance fighter, who is working as a contemporary witness in schools and educational institutions since the eighties, constitutes the heart of the debate. The particular focus is on the former resistance fighters experiences during her work as a contemporary witness. Central questions are how Maria Cäsar came to express her personal life memories in public institutions and why she still tries to appeal her messages in particular to teenagers. Based on numerous interviews with the witness herself and with some of her closest companions and family members, it is attempted to demonstrate how her experiences within these activities affected her construction of identity. An introductory chapter on the current state of research represents particular examples of biographical research on memories concerning the national socialist dictatorship. It is followed by an intensive debate on research methods. The last part of the paper deals with Maria Cäsars biography based on identity-?creating activities of the former resistance fighter after the Second World War. The aim is to portray her current construction of identity.