Titelaufnahme

Titel
Im Schatten der Mauer : das geteilte Berlin in der bildenden Kunst / vorgelegt von Katharina Ehall
Verfasser/ VerfasserinEhall, Katharina
Begutachter / BegutachterinStadlober Margit
Erschienen2013
Umfang147 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Berliner Mauer / Kunst / Berliner Mauer / Kunst / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46791 Persistent Identifier (URN)
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Im Schatten der Mauer [23.6 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Jede berühmte Mauer hat Menschen dazu angeregt, sich mit den Umständen ihrer Entstehung und ihrem Zweck auseinanderzusetzen. Die repressiven Aspekte der Berliner Mauer im Bereich der Politik und Wirtschaft wurden oftmals erläutert; mit ihrer Interpretation durch Künstler aus Ost und West, die sich vor und nach dem Mauerfall die Grenzanlage -- in ihrer Existenz und Nichtexistenz -- zum Thema ihrer Werke gemacht haben, befasst sich diese Diplomarbeit.Berlin wurde zur Zeit des Kalten Krieges zum Schauplatz eines Systemwettbewerbs zweier bipolarer Gesellschaftsordnungen, die jeweils bessere Lebensbedingungen schaffen und ihr eigenes System stellvertretend für die jeweilige Einflusssphäre in der Frontstadt Berlin etablieren wollten. Die bildende Kunst spielte hierbei eine bedeutende Rolle: Im Osten wurde der "Sozialistische Realismus" zur einzig würdigen Darstellungsform erhoben, im Westen hingegen verschrieb man sich der abstrakten Kunst, die mit Freiheit in Verbindung gebracht wurde. Die künstlerische Interpretation der Berliner Mauer wird anhand von Darstellungen der Berliner Mauer in der bildenden Kunst erläutert, wobei verschiedenartige Herangehensweisen von Künstlern aus Ost und West dargestellt und systemtreue und systemkritische Abbildungen der Mauer einander gegenübergestellt werden.Der abschließende Teil der Arbeit erläutert die Aneignung der Mauer durch künstlerische Aktionen. Während Konzept- und Aktionskunst an und mit der Mauer bereits in den 1960er Jahren stattfand, wurde die Mauer mit dem Ausbau der Grenzanlage und der Errichtung der "Grenzmauer 75" im Westen der Stadt selbst zum "Kunstwerk" und avancierte nach dem Mauerfall von der Schandmauer zum Freiheitssymbol.

Zusammenfassung (Englisch)

Throughout history every famous wall has encouraged people to come to terms with its development and function. A lot has been written about the repressive aspects of the Berlin Wall in the fields of politics and economy. This thesis takes into account the various interpretations of the Wall by both eastern and western artists, who have made the border installations, before and after their collapse, subject of their work -- in its existence and absence alike.In the Cold War era, Berlin was location of the clash of two societies driven by fundamentally different world views, each striving to set an example by establishing their own system on their respective grounds. The arts played an important role in this conflict: In Eastern Germany the Sozialistischer Realismus was declared by the government the only worthy way of artistic expression, in Western Germany, in contrast, the abstract arts, associated with freedom and liberty, thrived. This thesis looks at the reflection of the Berlin Wall in the fine arts, illustrating different approaches by eastern and western artists and contrasting both system-critical and system-comformist imagery. The final part of the thesis discusses the appropriation of the Wall by means of artistic action. Starting with conceptual art of the 1960s that used the Wall as both subject and canvas the wall itself had, with its ongoing development towards the Grenzmauer 75, gradually been transformed into an extensive body of art and is now, after its collapse, considered a global icon of change and freedom.