Titelaufnahme

Titel
Der weibliche Blick auf das Fremde im 19. Jahrhundert : eine Analyse der Selbstwahrnehmung der Wienerin Ida Pfeiffer auf Grundlage von Auszügen aus ihren Reiseberichten und ihre Bedeutung für die Europäische Ethnologie / vorgelegt von Ina Maria Pleschiutschnig
Verfasser/ VerfasserinPleschiutschnig, Ina Maria
Begutachter / BegutachterinPöttler Burkhard
Erschienen2013
UmfangIV, 117 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Pfeiffer, Ida / Reiseliteratur / Fremdheit <Motiv> / Pfeiffer, Ida / Reiseliteratur / Fremdheit <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-45674 Persistent Identifier (URN)
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Der weibliche Blick auf das Fremde im 19. Jahrhundert [1.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Weltreisende Ida Pfeiffer (1797-1858) nimmt eine besondere Stellung im Rahmen der Europäischen Ethnologie ein. Die gebürtige Wienerin unternahm fünf große Reisen, die sie in Länder und auf Kontinente führte, die im 19. Jahrhundert kaum eine Frau betreten hat. Sechzehn Jahre widmete sie sich ausschließlich dem Reisen, publizierte dabei authentische Reiseberichte, die nicht nur von Abenteuern erzählen, sondern auch wissenschaftlich wichtige Erkenntnisse über Völker und Regionen aus den wildesten und entlegensten Teilen der Erde lieferten. Vor allem ihr weiblicher Blick auf das Fremde und die dadurch entstandenen Formen der Fremdrepräsentation stellen in ethnografischer Hinsicht wertvolle Quellen dar. Eingehend und detailgetreu schilderte Pfeiffer nicht nur das fremde Aussehen, sondern auch die traditionellen Kultur- und Lebenswelten der autochthonen Bevölkerungen. Durch die ausgewählten Auszüge aus ihren Reiseberichten wird aber auch ein guter Einblick in die damaligen Lebenswelten fremder Frauen und in Ida Pfeiffers persönliches Selbst- und Fremdbild gegeben. Oft genug geriet sie auf ihren Reisen in ein Spannungsfeld von Kolonialismus, Missionierung, Rassismus und kolonialer imperialer Ideologie. Die Arbeit versteht sich als ein Beitrag zur ?Anthropologie des Westens?; sie interpretiert anhand der Reisepraxis und der darauf beruhenden Weltsicht eine der wohl mutigsten Frauenfiguren des 19.Jahrhunderts.

Zusammenfassung (Englisch)

The globetrotter Ida Pfeiffer (1797-1858) plays an important role in European ethnology. Born in Vienna, she set out on five journeys to countries and continents which were rarely explored by women in the 19th century. For 16 years she had been doing nothing but travelling. While doing that, she published authentic accounts of her journeys, which not only tell of her adventures but provide crucial insights into peoples and places in the remotest and most savage parts of the world. Her female point of view of ?The Other?, and her representation of that are important ethnographic sources. Told with much detail, Pfeiffer not only gives an account of the strange look but also describes the traditional culture and environment of indigenous peoples. The selected excerpts of her travel reports provide firstly an insight into the lives of women at that time and secondly they mirror Ida Pfeiffer?s self-perception as well as how others saw her. While travelling she often faced big issues, such as colonialism, proselytization, racism and colonial and imperial ideologies. This diploma thesis is considered as a contribution to the ?Anthropology of the West?. It interprets one of the bravest women of the 19th century with the help of her travel reports based upon her view of the world.