Titelaufnahme

Titel
Demographischer Wandel in Bosnien und Herzegowina in den Jahren 1945-2010 : mikro- und makroökonomische Implikationen / eingereicht von Zlata Hadžalić-Šaljić
Verfasser/ VerfasserinHadžalić-Šaljić, Zlata
Begutachter / BegutachterinTeibenbacher Peter
Erschienen2013
UmfangV, 97 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Bosnien-Herzegowina / Bevölkerungsentwicklung / Geschichte 1945-2010 / Bosnien-Herzegowina / Bevölkerungsentwicklung / Geschichte 1945-2010 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-45529 Persistent Identifier (URN)
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Demographischer Wandel in Bosnien und Herzegowina in den Jahren 1945-2010 [1.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bosnien und Herzegowina (BiH) ist als multinationales, multikulturelles und multireligiöses Land während seiner ganzen Entwicklung im Zentrum vieler Konflikte und Konfrontationen von unterschiedlichen politischen und religiösen Interessen und Ideen gestanden. Im Jahr 1991 hat BiH das Niveau eines mittelmäßig entwickelten Industriestaates zwar erreicht, dennoch hat der Bürgerkrieg (1992-1995) das Land völlig zerstört und damit direkte Spuren auf das demografische Bild des Landes hinterlassen.Das Ziel dieser Arbeit war es, einen detaillierten Überblick über den demografischen Wandel in Bosnien und Herzegowina zu geben. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich von 1945 bis 2010. Im Speziellen wurden sowohl die statistischen Daten BiH in makro- und mikroökonomischem Kontext untersucht als auch Erklärungen für die Trends und Entwicklungen gesucht. Des Weiteren wurde auf die sozioökonomische Theorie und ihren Vertreter, Harvey Leibenstein, näher eingegangen. Insbesondere sollte mit dieser Theorie geprüft werden, ob es einen Zusammenhang zwischen der Bevölkerung und der Wirtschaft bzw. zwischen dem Pro-Kopf-Einkommen und der Fertilität gibt. Letztendlich ist die wirtschaftliche Struktur betrachtet worden, wobei es zu untersuchen galt, wie sich die Wirtschaft Bosniens nach der Unterzeichnung des Daytoner Friedensabkommens entwickelte. Da die letzte Volkszählung im Jahr 1991 durchgeführt worden ist, hat es sich als äußerst schwierig erwiesen, für den betrachteten Zeitraum eine Bevölkerungsentwicklung in BiH zu erstellen. Insgesamt zeigen die demografischen Zahlen des Landes, dass Bosnien und Herzegowina wie die anderen europäischen Länder mit der Problematik der Alterung der Gesellschaft, einer niedrigen Geburtenrate und steigender Lebenserwartung konfrontiert ist. Die vollständige, glaubwürdige sowie lückenlose Darstellung der Bevölkerungsentwicklung in BiH wird selbstverständlich erst nach erfolgter Volkszählung möglich sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Throughout its history, Bosnia and Herzegovina (BiH) has stood as a multinational, multicultural and multireligious country in the center of various conflicts as well as confrontations between different political and religious interests and ideas. In 1991, BiH reached the level of a moderately developed, industrialized country. However, the Civil War (1992-1995) destroyed the country completely, and thus has left direct traces on the demographic picture of the country.Due to this, the aim of this thesis was to give a detailed overview of the demographic changes in Bosnia and Herzegovina in the period from 1945 to 2010. In particular, the statistical data of Bosnia and Herzegovina were studied in macro- and micro-economic context in order to find explanations for trends and developments that have occurred in the country. Moreover, both the socio-economic theory and its representative, Harvey Leibenstein, were discussed in more detail. Specifically, with this theory it should be reviewed if there is a relationship between population and economy, as well as between per capita income and fertility. Ultimately, the economic structure has been considered in order to investigate the economic development in Bosnia after the signing of the Dayton Peace Agreement.Since the last census was carried out in 1991, it has been extremely difficult to explore the population growth rate in BiH. The demographic indicators of the country show that Bosnia and Herzegovina, like other European countries, is confronted with the problems of an aging society, a low birth rate and an increasing life expectancy. In the main, a complete, credible as well as gapless representation of the population of Bosnia and Herzegovina will be possible to obtain only after the census has been taken.