Titelaufnahme

Titel
"Babyklappe", "anonyme Geburt" und "anonyme Übergabe" - eine Analyse der möglichen Strafbarkeit der Eltern im Rechtsvergleich zwischen Österreich und Deutschland / eingereicht von: Alexandra Kloiber
Verfasser/ VerfasserinKloiber, Alexandra
Begutachter / BegutachterinSchmölzer Gabriele
Erschienen2012
Umfang63 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Kleinkind / Aussetzung <Ausschluss> / Recht / Deutschland / Österreich / Kleinkind / Aussetzung <Ausschluss> / Recht / Deutschland / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-45446 Persistent Identifier (URN)
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"Babyklappe", "anonyme Geburt" und "anonyme Übergabe" - eine Analyse der möglichen Strafbarkeit der Eltern im Rechtsvergleich zwischen Österreich und Deutschland [0.27 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Titel dieser Diplomarbeit lautet: ?Babyklappe?, ?anonyme Geburt? und ?anonyme Übergabe?-Eine Analyse der möglichen Strafbarkeit der Eltern im Rechtsvergleich zwischen Österreich und Deutschland. In der Diplomarbeit wurde anfänglich die Entwicklung dieser drei Rechtsgebiete erläutert und die gesetzliche Grundlage betrachtet. Des Weiteren wurde die Abgabe eines Kindes in einer Babyklappe, nach einer anonymen Geburt oder bei einer anonymen Übergabe in Österreich und in Deutschland untersucht. Geprüft wurde die mögliche Strafbarkeit der Eltern, welche durch eine solche Kindesabgabe entstehen könnte. Zur Prüfung wurde der Straftatbestand der Aussetzung gemäß § 82 StGB, des Menschenhandels gemäß § 104a StGB, der Kindesentziehung gemäß § 195 StGB und der Verletzung der Unterhaltspflicht gemäß § 198 StGB nach österreichischem Recht herangezogen. Es ist festzuhalten, dass sich die Eltern in Österreich gemäß § 195 StGB einer Kindesentziehung, bei der Abgabe eines Kindes, strafbar machen können, wenn eine bestimmte Fallkonstellation vorliegt. Nach deutschem Recht wurde der Straftatbestand der Entziehung Minderjähriger gemäß § 235 Abs. 1 dt. StGB, des Kindeshandels nach § 236 Abs. 1 dt. StGB, der Aussetzung nach § 221 Abs. 1 und 2 dt. StGB, der Verletzung der Unterhaltspflicht gemäß § 170 Abs. 1 dt. StGB und der Personenstandsfälschung gemäß § 169 dt. StGB geprüft. Im Vergleich zu Österreich können sich die Eltern des abgegebenen Kindes nicht nur der Entziehung Minderjähriger nach § 235 Abs. 1 dt. StGB, sondern auch der Verletzung der Unterhaltspflicht nach § 170 Abs. 1 dt. StGB und der Personenstandsfälschung gemäß § 169 Abs. 1 Var. 3 dt. StGB strafbar machen. § 169 Abs. 1 Var. 3 dt. StGB kann allerdings nicht bei einer anonymen Geburt erfüllt werden. Schlussendlich wäre eine gesetzliche Verankerung der drei Rechtsgebiete in Österreich und in Deutschland von Nöten, um die Eltern vor der Strafbarkeit zu schützen.

Zusammenfassung (Englisch)

The title of the diploma thesis is: ?Baby hatch?, ?anonymous birth? and ?anonymous handover?: Can parents be charged with criminal abandonment? A comparison between Austrian and German criminal law. First in the diploma thesis was looked at the development of the three fields of law and the legal foundation. The next step was the enquiry of the baby hatch, anonymous birth and anonymous handover in Austria and Germany. The criminal liability of the parents was checked related to abandonment (§ 82 StGB), divestment of a child (§ 195 StGB), human trafficking (§ 104a StGB) and breach of maintenance obligation (§ 198 StGB) conformable to Austrian law. In Austria it is possible to incur a penalty according to § 195 StGB, when the parents achieve a particular combination. After analysing the Austrian law, it was tested if elements of crime come true in Germany. In comparison to Austria parents in Germany can be incur a penalty according to divestment of a child (§ 235 (1) StGB), breach of maintenance obligation (§ 170 (1) StGB) and falsification of civil status (§ 169 (1) StGB). In case of anonymous birth parents cannot be incur a penalty according to falsification of civil status. Finally it is very important that the three fields of law get regularized in Austria and Germany to defend the parents from the possible criminal liability.