Titelaufnahme

Titel
Die Wirkung der dargestellten Gesichtsseite auf die Beurteilung von Rembrandts Portraits / Jasmin Buchta
Verfasser/ VerfasserinBuchta, Jasmin
Begutachter / BegutachterinKörner Christof
Erschienen2013
UmfangII, 68 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Gesicht / Gefühlsausdruck / Asymmetrie / Gesicht / Gefühlsausdruck / Asymmetrie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-45435 Persistent Identifier (URN)
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Die Wirkung der dargestellten Gesichtsseite auf die Beurteilung von Rembrandts Portraits [1.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In vorliegendem Experiment wurde die emotionsspezifische Gesichtsasymmetrie untersucht.Zu diesem Zweck wurden 40 Versuchspersonen 64 Rembrandt-Portraits zur Beurteilungdargeboten und die Blickbewegungen während der Betrachtung aufgezeichnet. Obwohl dierechte Gesichtsseite als attraktiver gilt (Zaidel & Fitzgerald, 1994), wurde in derPortraitmalerei die linke Gesichtsseite bevorzugt dargestellt. Es zeigte sich in vorliegenderUntersuchung, dass linksseitige Portraits gefühlvoller auf die Versuchspersonen wirkten alsrechtsseitige. Um zu entscheiden, ob die unterschiedliche Beurteilung der beidenGesichtsseiten auf das Modell oder den/die BetrachterIn zurückzuführen ist, wurden diePortraits auch gespiegelt vorgegeben, wobei sich jedoch kein Spiegelungseffekt zeigte.Unterschiede zeigten sich auch in den Blickbewegungen, welche sowohl einenGeschlechtseffekt des Modells als auch einen Effekt der Gesichtsseite des Modells erkennenließen. Portraits, welche überwiegend die rechte Gesichtsseite darstellten, zeigten insgesamtmehr Fixationen und eine längere Betrachtungsdauer als jene Portraits, welche überwiegenddie linke Gesichtsseite abbildeten. Das unterschiedliche Blickverhalten wird dadurch erklärt,dass negative Reize mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Ergebnisse werden im Sinneder Rechte-Hemisphäre-Hypothese interpretiert, welche besagt, dass Emotionen rechtsseitigverarbeitet werden und die linke Gesichtsseite dadurch emotional expressiver ist als dierechte.

Zusammenfassung (Englisch)

The facial asymmetries of emotional expressions are investigated in the present study.Rembrandt?s portraits were rated for emotionality and the eye movements of the participantswere recorded as they viewed the paintings. The models in portrait paintings are most oftendepicted with their heads turned slightly toward the right. This remains the case, even thoughright-facing portraits are rated as being more attractive than their left-facing counterparts(Zaidel & Fitzgerald, 1994). The results showed that left-cheeked portraits were rated asbeing significantly more emotionally expressive than right-cheeked portraits. In order todetermine, if the different assessment of the left- and right-cheeked portraits results from thecharacteristics of the model or the perception-effects of the observer, the participants hadalso to rate the mirror images of the portraits. The results showed no mirror-effect.Furthermore, the right-cheeked portraits garnered significantly more visual fixations thanleft-cheeked portraits. The present paper attempts to explain this range of gaze behaviours.Results are discussed according to the right-hemisphere-hypothesis, which posits that visualemotional messages are more readily processed in the brain?s right hemisphere and thereforeare more expressively displayed on the left half of the face.

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