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Title
Gottsuche in postmetaphysischer Zeit : erkenntnistheoretische Überlegungen zu Ingmar Bergman und Eugen Biser / eingereicht von Andreas Gröpl
AuthorGröpl, Andreas
CensorLarcher Gerhard ; Bucher Rainer
Published2012
DescriptionIX, 376 Bl.
Institutional NoteGraz, Univ., Diss., 2012
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (GND)Gottesfrage / Säkularismus / Metaphysik / Dekonstruktion / Realitätsbezug / Weltbild / Gottesfrage / Säkularismus / Metaphysik / Dekonstruktion / Realitätsbezug / Weltbild / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-45334 Persistent Identifier (URN)
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Gottsuche in postmetaphysischer Zeit [1.54 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, wie in postmetaphysischer Zeit verantwortet von Gott gesprochen werden kann. Im ersten Teil wird unter dem Rückgriff auf existenzphilosophische Überlungen der Versuch unternommen aufzuweisen, dass auch in der Postmoderne die Gottesfrage ? und damit die Sinnfrage - nicht obsolet geworden ist und auch der postmoderne Mensch über ein »metaphysisches Defizit« verfügt. In diesem Zusammenhang kommt der Auseinandersetzung mit der Kulturphilosophie Bernhard Brauns besondere Bedeutung zu. In einem weiteren Schritt werden anhand der Sichtung des filmischen Werks Ingmar Bergmans jene religions-, bzw. christentumsspezifischen Vorbehalte herausgearbeitet, die das Akzeptanzdefizit des christlichen Glaubens der Nachkriegszeit verdeutlichen. Dabei wird dem kulturgeschichtlichen Umgriff der Bergmanschen Überlegungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt und die bleibende Aktualität seiner Fragestellungen nachzuweisen versucht. Der Kernteil der Arbeit setzt sich mit dem fundamentaltheologischen Entwurf des Religionsphilosophen Eugen Biser (geb. 1918) auseinander und versteht sich als Untersuchung, ob und in wieweit die Theologie Bisers als Antwort auf das angeführte »metaphysische Defizit« gesehen werden kann, bzw. ob diese als geeignete Reaktion auf die von Bergman angeführten Kritikpunkte des christlichen Glaubens verstanden werden kann. Dabei kommt es wesentlich auch auf eine systematische Darstellung der sog. »Neuen Theologie« Eugen Bisers an, die bis heute keine umfassende religionsphilosophische Aufarbeitung erfahren hat. Die abschließenden Überlegungen des vierten Teils verstehen sich als Einladung zum Weiterdenken der dargestellten Überlegungen auf dem Hintergrund eines auch die Postmoderne begleitenden, »metaphysischen Defizits«.

Abstract (English)

The present study asks how to speak of God in post-metaphysic times. In the first part, with reference to existential philosophy, I will show that even in postmodernity the question of God ? and thus the question of the meaning of live ? has not become obsolete and that the postmodern human being still perceives a »metaphysical deficit«. In this context, Bernhard Braun?s philosophy of culture will have particular relevance. In a further step I will attempt, based on the analysis of the films by Ingmar Bergman, to show the lack of acceptance of Christian faith in the post-war period. Attention is given to questions of European cultural history, showing that Bergman's considerations are of lasting relevance. The main part of this study deals with the fundamental theological approach of the philosopher of religion Eugen Biser (born 1918), and asks how his theory of theology may be seen as a suitable response to the cited »metaphysical deficit« and Bergman?s critique of Christianity. At the same time, this part also provides systematic representation of Eugen Biser?s so-called "New Theology", which has not been comprehensively discussed from the perspective of the philosophy of religion up to now. The concluding considerations in the fourth part could be taken as an invitation to continue the reflections begun in this work on the background of the perception of the »metaphysical deficit« as an existential challenge in postmodernity.

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