Titelaufnahme

Titel
Das Phänomen der Autodidaktik in der bildenden Kunst, dargestellt an Beispielen in Österreich nach 1945 / vorgelegt von Sabrina Redhead
Verfasser/ VerfasserinRedhead, Sabrina
Begutachter / BegutachterinEberlein Johann Konrad
Erschienen2012 [erschienen] 2013
Umfang117 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Autodidakt / Kunst / Geschichte 1945-2012 / Österreich / Autodidakt / Kunst / Geschichte 1945-2012 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-45056 Persistent Identifier (URN)
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Das Phänomen der Autodidaktik in der bildenden Kunst, dargestellt an Beispielen in Österreich nach 1945 [3.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit ?Das Phänomen der Autodidaktik in der bildenden Kunst, dargestellt an Beispielen in Österreich nach 1945? ist in zwei große Themenbereiche unterteilt. Zu Beginn geht es um Geschichtliches, um die allgemeine Entwicklung der autodidaktischen Kunst, also um künstlerische Betätigungen außerhalb einer genormten Kunstausbildung. Dabei werden der Begriff der Autodidaktik an sich sowie verwandte Bezeichnungen wie Laienkunst oder Dilettantismus definiert. Der zweite große Bereich beschäftigt sich mit der Entwicklung der österreichischen Kunstszene nach 1945, also mit dem Neubeginn nach Adolf Hitler, dem Kampf um das Wiederaufleben der ?modernen? zeitgemäßen Kunst, der in nicht unbeachtlichem Ausmaß von Autodidakten beeinflusst worden ist.In nicht wenigen Fällen gliederten sich Autodidakten in die professionellen Künstler ein und konnten wie diese internationale Erfolge erreichen.Allerdings brachte die Professionalität auch Nachteile mit sich. Seit der Flut an Ausstellungen auch an mediokren Orten, wie sie in den Achtzigern stattfand, ist die Tatsachen des Ausgestellt-Werdens allein keine Auszeichnung mehr. Der Künstler bedarf inzwischen des ökonomischen Managements, umso mehr, als seit den neunziger Jahren an der Kultur wieder gespart wird. So gewinnt das Marxsche Gesetz vom Primat der Ökonomie wieder die Oberhand über die altmodische Vorstellung des 19. Jahrhunderts vom unentdecktem Genie, das überall verborgen sein kann und das nur der Förderung bedarf, um der Welt unsterbliche Werke zu schenken.Primär soll diese Diplomarbeit aufzeigen, dass der Besuch oder das Meiden einer akademischen Einrichtung wenig bis keine Auswirkung auf die Leistungen der Künstler haben muss. Viele Österreicher schrieben Kunstgeschichte, nicht alle wurden in der Akademie ausgebildet. Profis sind in beiden Sparten zu finden ? in der akademischen wie in der autodidaktischen.

Zusammenfassung (Englisch)

The dissertation ?The Phenomenon of Autodidacticism in Visual Arts, shown by Examples in Austria after 1945? is divided into two large subject areas. At the outset historical insight is given to show the general development of autodidactic art, meaning artistic activity outside of standardized artistic education. At the same time the term autodidacticism and related terms such as amateur art and dilettantism are defined. The second large subject area deals with the development of the Austrian art scene after 1945, meaning the restart after Adolf Hitler, the struggle to revive ?modern? contemporary art, which was influenced by autodidactic art to a remarkable degree.In quite a few cases autodidactic artists were able to integrate themselves with professional artists and achieve equal international success.However professionalism also entailed drawbacks. Ever since the 1980s flood of exhibitions frequently held at mediocre settings, being on exhibition is no longer a distinction. By now an artist needs economical management, all the more since cultural expenses were economized in the 1990s. This way Marx?s primacy thesis has gained the upper hand over the outdated 19th century image of hidden genius, which may be concealed anywhere and only needs to be encouraged to bestow a work of immortal art upon the world.This dissertation is primarily intended to show that attending or avoiding an academic institution has less or no influence on the achievements of an artist. Many Austrians contributed to art history, but not all of them were trained at an academy. Professionals may be found in both worlds ? in the academic and the autodidactic.