Titelaufnahme

Titel
Genetic analysis of mating preferences in different colour morphs of Tropheus moorii, a cichlid species of Lake Tanganyika / vorgelegt von Hanna Brindl
Verfasser/ VerfasserinBrindl, Hanna
Begutachter / BegutachterinSefc Kristina
Erschienen2013
UmfangII, 55 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Tanganjikasee / Tropheus / Partnerwahl / Farbe / Tanganjikasee / Tropheus / Partnerwahl / Farbe / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-44949 Persistent Identifier (URN)
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Genetic analysis of mating preferences in different colour morphs of Tropheus moorii, a cichlid species of Lake Tanganyika [1.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Partnerwahl durch Weibchen spielt nicht nur eine wichtige Rolle in der Evolution und Beibehaltung verschiedener Farbmorphe der Buntbarschspezies Tropheus moorii, sie kann auch reproduktive Isolation zwischen Spezies beeinflussen. Im Tanganjikasee haben sich mehr als 100 geographische Farbvarianten dieser Spezies entwickelt. Obwohl die verschiedenen Morphe heute in Allopatrie leben, haben Seespiegelschwankungen in der Vergangenheit immer wieder dafür gesorgt, dass sich Populationen vermischt und wieder getrennt haben. In dieser Studie wurdenPartnerwahlversuche zwischen drei verschiedenen Farbmorphen durchgeführt, um das Potential der reproduktiven Isolation zwischen diesen Morphen zu untersuchen. Aus fünf Teichen (4 Mbita vs. Chimba und 1 Mbita vs. Murago Teich) wurden adulte und juvenile Fische entnommen, genetisch analysiert and die Eltern-Nachkommen Beziehungen und Partnerpräferenzen rekonstruiert. Zusätzlich wurden Männchen-Männchen Kämpfe um ein Territorium ausgeführt, um einen eventuellen Vorteil größerer Männchen oder Männchen einer bestimmten Morphe, welcher deren Paarungserfolg beeinflussen könnte, aufzudecken. Von den drei verschiedenen Farbmorphenverpaarten sich Chimba und Murago Weibchen positiv assortativ. Mbita Weibchen verpaarten sich mit Mbita und Chimba Männchen im ersten Experiment, aber nie mit Murago Männchen und zeigten im zweiten Experiment auch positiv assortatives Paarungsverhalten. Die Körpergröße der Männchen beeinflusste die Partnerwahl der Weibchen indirekt, da jene Männchen, die sich fortgepflanzt haben, und deshalb auch ein Territorium in den Teichen haben mussten, die größten Männchen der jeweiligen Teiche waren. In den Männchen-Männchen Experimenten stelltesich ein morph-abhängiger Vorteil von Chimba Männchen gegenüber Mbita Männchen und von Mbita Männchen gegenüber Murago Männchen heraus. Assortative Paarungspräferenzen zeigen, dass Farbunterschiede zwischen Tropheus Populationen die reproduktive Isolation beeinflussen können.

Zusammenfassung (Englisch)

Female mate choice is suggested to play an important role in evolution and maintenance of different colour morphs within the species Tropheus moorii and it can also effectuate reproductive isolation among species. In Lake Tanganyika more than 100 different geographical colour morphs of this genus did evolve. Though these morphs live in allopatry now, water level fluctuations have repeatedly admixed and separated the populations in the past. Experiments for assortative mating were performed to investigate mate preferences in three different colour morphs and to explore the potential for reproductive isolation between morphs. Of altogether five different breeding ponds (4 Mbita vs. Chimba ponds and 1 Mbita vs. Murago pond) adult and juvenile fishes were geneticallyanalysed to reconstruct parentage and mating preferences. Additionally male-male competition experiments were carried out, to investigate an eventual advantage of bigger males or males of a certain morph, which would influence their mating success. Of the three different morphs, Chimba and Murago females showed positive assortative mating. Mbita females mated with Mbita as well as with Chimba males in the first experiment, but they never mated with Murago males and also showed positive assortative mating in the second experiment. Males? body size had an indirect influence on female mate choice, as those males, which reproduced and therefore must have held a territory in the breeding ponds, were the biggest males in the respective ponds. In the male-male competitions experiments a morph-dependent advantage of Chimba males over Mbita males and of Mbita males over Murago males emerged. Assortative mating preferences suggest that between Tropheus populations colour differences can effectuate reproductive isolation. The results are consistent with the suggestion that sexual selection contributes to the maintenance of different morphs in this genus.